Bromum.
161
Man behandelt dann die mit Schwefelsäure angesäuerte Mischung mit einemUeberschuss eines Gemisches von Natriumdisulfit und Kupfervitriol. Das Jod fälltsofort vollständig als weisses Cuprojodid heraus, welches durch Filtration ge-trennt, gewaschen, getrocknet und gewogen wird. Ein Irrthum durch etwaigeAnwesenheit von Sulfocyaniden kann nicht platzgreifen, denn in der Praxis kommt«^gleichen kaum vor.
S h Die Vom Cuprojodid getrennte Flüssigkeit kocht man nach Zusatz vonv Wefe '8äure, um alle noch vorhandene Schwefligsäure auszutreiben. Alsdannf^etzt man die Flüssigkeit mit Chromsäure oder einer Mischung von Kalium-«'ciiyomat und Schwefelsäure, verbindet mit dem Kolben durch eine Röhre einegliche Vorlage, wie man sie bei der Bestimmung des Stickstoffs als Ammoniakgenützt, und in die man je nach Belieben eine Lösung von Natriumdisulfit oderder Schwefligsäure oder Schwefelkohlenstoff oder eine Lösung von Kaliumjodid ge-bracht hat, erhitzt zum Kochen bis zur völligen Austreibung des Broms und kühltgleichzeitig die Vorlage gut ab. Alsdann bestimmt man das nun in der Vorlagebefindliche Brom entweder als Silberbromid colorimetrisch oder auf indirectemWege (d. h. durch Berechnung aus dem Gemenge von Brom- und Jodsilber).
_ Um zuletzt das Chlor zu bestimmen, reducirt man in der vom Brom durchErhitzen befreiten Flüssigkeit die noch vorhandene Chromsäure vermittelst einesSulfids und fällt hierauf mit Silbernitrat.
ansrewf ^^ " ach dem innellichen Gebrauch von Bromiden auch im Eiter6 ironen wird, wurde von Adamkiewicz nachgewiesen.
mi * Kiesel "h solidificatlim > festes, starres Brom, ist eine Mischung von Brom (1)Substanz 7 ° 7 der InfusorieDOrde (5—8). Es dient dieselbe als Desinfections-e in Sieb' Ti eck dCT arzneilichen Anwendung ist die Infusorienerde durchMischung 11 gen ' ehe sle mit Brom gemischt wird. Zweckmässig ist hier die
stets am 0 / 0 " 1 r> Th * Brom mit 9 Tb " Terra infusoria - Das Mischen geschehePackt und ?" ' W ° Luftzu & stattfindet. Die Mischung wird in Gläsern ver-
Handel 1 P ensirt - Da s von Frank in Charlottenburg bei Berlin in denin Wurf 1 '? e feste Brom ist sehr gehaltreich an Brom und durch PressenZustand s 8täbe S ebracnt - Es dürfte diese Solidification des im flüssigen
Sanitäts i- US ? erst gefährlichen Körpers eine grosse Bedeutung gewinnen und dermittel 1 •°. 1Zei un <* Wundbehandlung die herrlichsten Dienste als Desinfections-gefüh t ' a '• ,^ ese Solidification ist hier nur eine Nachahmung der längst ein-r e n Solidification des Nitroglycerins, des NoBEL'schen Sprengöles.
(1) Liquor inhalatorins bromatus.
Netolitzky, Jacob Schütz.
Kali bromici (Kalii bromati?)
womi ana 1,0
Aquae destillatae 200,0.oder W » . HalbstUn <Bich auf Schwammdurch >T e n 1 V Inäs8iger Meil S e gegossenNase A\ Minuten durch Mund undzu-itl.m S1 /u h beimachenden Dünste ein-zum r!? ( ^ 61 Crou P; Diphtheritis) oder^diÄ-^ ei äoor > Exsudationenbatifii ,%. bcnlc ™häuten) oder zum Ver-
Sn»-^ be i Kit erungen).din.?l -T Z n hUlt ^eses Mittel für ein Car-•'«nittcl, welches er beim Ergriffen-
Ha S«, Tharm. Praxis. Suppl.
sein der Luftwege zu Inhalationen desDampfes, als Gurgelung, Injection, zumBepinseln empfiehlt.
(2) Mixtura bromata Redenbachfu.Bromirte Mixtur gegen KeMkopferoup.
ty Decocti Althaeae 120,0
Kali bromici (Kalii bromati?) 4,0
Bromi 0,3
Syrupi simplicis 30,0.
M. D. S. Stündlich einen Esslöffel.Die Dispensation des Broms in Sub-stanz und kleiner Dosis ist eine sehr er-
11