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Balsamum Copaivae. Aciclum copaivicum.
kommenes Verfälschungsmittel des Copaivabalsams. Da dieser in vielen, so sehrvon einander abweichenden Sorten in den Handel kommt und für ihn keinesichere Identitätsreaction existirt, so bleibt der bestimmte Nachweis des Harzölesin dem Copaivabalsam eine noch zu lösende Aufgabe. Wenn nachgewiesen wird,jdass jeder echte Copaivabalsam in dem 60fachen Vol. eines lOproc. Aetz-ammons löslich ist, was nämlich bei vielen Balsamen zutrifft, so wäre auch dieVerfälschung zu erkennen, denn diese liefert keine Lösung. Zu 10 CO. desAetzammons giebt man ein Quantum von 5—6 Tropfen des Balsams undschüttelt um. Bei Gegenwart von Harzöl erfolgt eine fast milchige Mischung-Im Uebrigen kommt auch hier die Prüfungsweise auf Terpenthinöl und Terpen-thin (Hbd. I, S. 547) in Geltung (Hager).
Acidnm copaivicnm, Copaivsäurc, Copaivasänre (C 20 H 30 O 2 ), wird als kry-stallisirte und amorphe unterschieden und als Acid. cop. crystallisatum oderAcidum metacopaivicum, Metacopaivsäure, und als Acid. cop. amor-ph um in den Preislisten der Droguisten aufgeführt. Erstere hat hauptsächlichAnwendung gefunden. Die erstere zeigt deutliche Krystallisation, ihre Darstel-lung gelingt nur aus einigen Copaivabalsamsorten, sicher und ergiebig aber au»dem Gurjunbalsam, dem Balsamum Copaivae Indiae orientalis. Die amorpheSäure des Handels enthält gewöhnlich mehr oder weniger nicht saure Harze-Im reinen Zustande bildet die krystallisirte Säure farblose Prismen (die desHandels hat gewöhnlich eine gelbliche oder bräunliche Farbe), ist fast geruchlos»von bitterem Geschmack, sauer reagirend, unlöslich in Wasser, schwer löslich i»Aether und kaltem verdünntem Weingeist, leicht löslich in absolutem Weingeist»auch löslich in flüchtigen und fetten Oelen. Ihre Darstellung besteht darin, da98man Gurjunbalsam bei 30—35° C. mit 5 proc. Aetzammon, welcher mit 8 Proc-Weingeist gemischt ist, zweimal ausschüttelt, die ammoniakalische Lösung durchFiltration sondert und in gelinder Wärme eindampft und austrocknet. Der Ver-dampfungsrückstand wird mit 10 proc. kaltem Aetzammon ohne Weingeistzusat«aufgenommen und erschöpft und die filtrirte Lösung eingedampft und ausge-trocknet. Will man die etwas gelbliche Säure rein weiss gewinnen, so mus*dies mit Hilfe gereinigter Thierkohle geschehen (Hager).
Natroncopaivatpillen, Pilnlae Natri copaivici, Geza Lucich's, sind mitZucker dragirte Pillen mit je 0,13 g Natriumcopaivat, entsprechend 0,4 g Copaiv*'I talsam. Bezugsquelle: Apotheke zum Salvator in Pressburg. In derselben Ap"'theke können auch
Acidum copaivicum, in Form eines weissen krystallinischen Pulvers, und
Natrum copaivicum, ebenfalls in derselben Form, bestehend » TlS1 Aeq. Natrium und 1 Aeq. Säure, bezogen werden. Einige Aerzto, besonder*Dr. Zeamal konnte mit diesen Präparaten nicht nur sichere, sondern auch schnell 6Heilerfolge erzielen. Es sollen weder die harzigen Stoffe noch das Aetheröl »"Copaivabalsam das wirksame Princip repräsentiren, sondern nur die sauren ß e 'standtheile sind es, welche wirken.
Balsamnm Copaivae Indiae orientalis, East Indian Balsam Capivi, Ost-indischer Copaivabalsam. Unter diesem Namen bringen die Engländer einen GurjW 1 'baisam in den Handel. Ob derselbe den westindischen Balsam als Medicarnetfzu ersetzen vermag, ist noch eine zu beantwortende Frage. Wäre die Copaivfsäure das eigentliche wirkende Prinzip, so wäre auch der Gurjunbalsam ^ |0Copaivbalsam anwendbar, denn er enthält eine der Copaivasäure sehr ähnlichSäure. In Ostindien gebraucht man den Gurjunbalsam in denselben Fällen wlbei uns den Copaivbalsam. Vergl. Balsamum Gurjunicum.