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Erg.-Bd. (1884)
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Balsamocarpon. Balsamum Copaivae.

Bestandtheile. Der Gerbstoffgehalt der ganzen Früchte beträgt 5860 Proc. Da die Samen keinen Gerbstoff enthalten und 1213 Proc. desTotalgewichtes ausmachen, so enthalten 100 Th. der trocknen samenlosen Hülsen6870 Th. Gerbsäure, welche von Spuren Gallus- und Ellagsäure, aber reich-lich von einem gelben Farbstoffe begleitet ist (R. Godeffkoy). Der Gerbstoffist eisenblauschwarz fällend.

Anwendung. Die Algarobillafrüchte haben in Stelle von Cortex QuercusAnwendung gefunden und entsprechen 1 Th. der Frucht 3 Theilen der Eichen-rinde. In der Technik sind diese Früchte seit Decennien ein gesuchtes Gerb-material, besonders wo es auf eine Schnellgerbung ankommt. Der Gerbstoff istin Stelle des Galläpfelgerbstoffes insofern nicht verwendbar, als er von einemgelben Farbstoff begleitet ist, welcher sich schwer beseitigen lägst. Dia öerb«Säure atlB der Algarobilla hat ; in clor Weiw wie aus den Galläpfeln dargestellt,stets eine braune Farbe.

Balsamum Copaivae.

Der Name Copaivbalsam für Copaivabalsam scheint sich in Deutschlandeinzuführen.

Wie sich aus einem Bericht Bailmw's (l'Union pharm. Vol. 18) ergiebt,ist die Zahl der Copaivabalsame liefernden Bäume keine geringe. Dieser Um-stand erklärt die ausserordentliche Verschiedenheit der im Handel vorkommen-den Balsame. Meist werden sie Gemische der Balsame von verschiedenen Copai-fera-Arten sein. Bowman (Americ. Journ. of Pharm. Ser. 4. Vol. 49) hat ver-gleichende Untersuchungen angestellt:

Paracopaiva-Sorten.Mischung mit wenig absolutem Wein-geist klare Lösung, mit viel absolutemWeingeist flockiger Niederschlag.

Mit wenig Weingeist (0,817 sp. G.)Trennung in zwei Schichten, mit vielWeingeist (0,817 sp. G.) fast klareLösung.

Mit Weingeist (0,835 sp. G.) zweiSchichten, untere durchsichtig, oberetrübe.

Mit y 2 Vol. Aetzammon klare Lö-sung.

Auf Papier getropft und verdunstet,harziger Fleck ohne Fettrand.

Verdunstung: 44,4 Proc. Harz.

Maracaibo-Sorten.Mischung mit absolutem Weingeistnur Trübung, kein flockiger Nieder-schlag.

Mit wenig Weingeist (0,817 sp. G-)milchig, ohne Schichtung, mit viel des-selben Weingeistes nur trübe Mischung-

Mit Weingeist (0,835 sp. G.) zweiSchichten.

Mit y 2 Vol. Aetzammon bleibendmilchige Mischung.

Auf Papier getropft etc. harzige'Fleck mit Fettrand.

Verdunstung: plastischer od. weicherRückstand.

Im Archiv der Pharm, fand sich von Mütbb folgende Prüflingsmethode auffettes Oel im Copaivabalsam angegeben. 34 g des zu prüfenden Balsam»werden mit 50 CC. Weingeist und 5 g Aetznatron auf dem Wassorbade vei'seift. Ist Alles gelöst, so wird es mit einer nicht zu kleinen Wassermenge i fleine Schale gespült und über einer schwachen Flamme bis auf 100 CC. ein£ ,! 'engt. Jetzt wird verdünnte Schwefelsäure bis zur bleibenden Trübung und dafl