.82 2, Abschn, Darstellung der Elemente, Bereitung
Man gewinnt es gröfstentheils durch Seigerung ausden natürlichen Sulpiriden desselben; es entsieht dabeiein unlauteres, geschmolzenes Schwcfelkupl'er, welchesgerüstet in Oxyd verwandelt, dann mittelst Kohle redu-cirt und durch Umschmelzen gereinigt wird.
Das rothe Protoxvd verschafft man sich durch Glil-hen des Kupferoxvds, in Berührung mit dünridn Kirpfer-blättchen. Es nähert sich durch die Eigenschalt, mitSäuren metallisches Kupfer zu geben, den Suboxyden.Es enthält 88,78 Proc. Kupfer.
Das schwarze Oxyd durch Glühen des Kupfers anfreier Luft, oder durch Zersetzung des Nitrats, wieauch des Carhonats im Feuer. Es enthält 79,82 Proc.Kupfer.
Das dunkelgelbe Hyperoxyd; durch Schütteln desnoch feuchten, also gallertartig zertheillen grünen Ku-pferöxydhydrats mit Wassers toiFperoxvd. Es enthält66,13 Proc. Kupfer.
Auflüsnngsmiltel des Metalls sind Salpetersäure undchlorsalpetrige Säure, auch Schwefelsauve bei Anwen-dung von Hitze; Essigsäure, jedoch unter dem Zugangeder Luft.
Hanptreagenlien für das Kupfer sind:
Hydrothionsäure, wodurch es mit gröfster Empfind-lichkeit, und selbst in sauren Auflösungen als schwar-zes Präcipitat erscheint, und bei Beobachtung der ge-hörigen Präcautionen darin bestimmt werden kann.
Zink und Eisen fällen es metallisch, vorzüglich reinaus dem Sulfate; in dem durch Eisen präcipltirten Ku-pfer ist ■§ Proc. Kohlenstoff des erstei'en abzurechnen.
Kalitimoxyd, als blangrünes Hydrat, welches sichbeim Ucherschnfs des Fällnngsmittcls in der Hitze zuschwarzem Oxyd umwandelt.
Kalinmoxvdcarbonat hellgrün; wegen gewöhnlichvorwaltender Kohlensäure wird das Präcipitat theilweisewieder aufgelöst.
Ammoniak und dessen Carhonat, hellgrüne Nieder-schläge, die beim Ueberschu fs des Präcipitans wiederverschwinden, und eine blaue Auflösung gehen; in derflitze aber durch Entfernung des Aufiösungsmittels alsschwarzes Pulver wieder zum Torschein kommen.