ihrer Oxyde, Anflösungsmittcl nnd Reagcntien. 8S
Cyaneisenkalium braunroth, fast bei höchster Ver-dünnung noch sichtbar.
§. 70.
Antimon 6,860.
Das Antimon kommt gediegen mit Silier (Antimon-silber) in der Natur vor; als Oxyd im Antimonockerin der Antimonblütbe ; als Sulfurid mit Nickel undArsenik im JNickclantimonglanz, mit Schwefel allein imAntimonglanz ; als Sulfurid mit Oxyd in der Antimon-blende.
Man stellt das Metall dar, durch Verpuffung eine*Gemenges von gleichen Theilcn Schweielantimons undWeinslein, mit dem fünften Theil Salpeter, wobei sichdas Metall absondert. Um es rein darzustellen, wirdes gepulvert, mit der Hälfte Antimonoxyd innig gemengtund geschmolzen.
Das gelbliche Oxyd erhält man durch Zersetzungdes flüssigen Antimonchlorids mittelst Kaliumoxydcarho-nats im Sieden, oder durch Behandlung des Antimonsmit Salpetersäure und scharfes heifses Auswaschen defentstandenen basischen Nitrats; es enthält 84,32 Pro-cent Antimon.
Die weifsc antimonige Säure gewinnt man durchOxydation des Antimons mit Salpetersäure und Glühendes Products. Sie enthält 80,13 Proc. Antimon.
Die blafsgelbe Antimonsäure, durch Auflösen desAntimons in chlorsalpclrigcr Saure, Einengen der Flüs-sigkeit bis zur Trockne, Erhitzen des mit Salpetersäurevermischten Rückstandes bei mäfsigem Feuer, d. h.bis zur gänzlichen Entfernung Crsterer. Sie enthält76,34 Proc. Antimon.
Auflosutigsmittcl des Antimons sind i chlorsalpctfigeSäure. Das Oxyd wird auch von einigen vegetabilischenSauren, z. B. Essigsaure und Weinsäure, leicht gelosct.
Hanptrcagentien für das Antimon sind tHydrotnionsäure und Hydrosulfuride, durch einenfeuerrothert Niederschlag mit gröfster Empfindlichkeit.
Kaliumoxydcarbonat, durch ein weifses pulverigtesPräcipitat.
Kaliurnoxyd und Ammoniak weifs, der Niederschlagwird vom tJeberschufs de? Reagens wieder aufgenommen.
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