80 2. Abschn. Darstellung der Elemente/Bereitung
Inf
Kaliumoxyd gelblich in Flocken, das Präcipitat ver-schwindet wieder beim Uebcrschufs.
Zink, Eisen etc. fällen es metallisch zu einem dun-kelfarbigen Pulver.
Zinnprolociilorid schlägt das Oxyd nieder, welchesdann leicht von Sauren aufgenommen wird.
Chlorammonium, Cyaneisenkalium, Kaliumoxydcar-bonat und Gallussäure äufsern keine Wirkung darauf.
§. CS.Titan.
Das Titan findet sich als Oxyd, oder vielmehr alsSäure im Anatas, Nigrin, Menakan, Iserin, Tilanciscnund im Tilanit.
Um es als Metall darzustellen, wird die Titansäuremit Kohle bei dem höchst hervorzubringenden Hitegradreducirt. Man hat es in der Kisenschlacke einiger Hoh-öi'en cnbisch krvslallisirt gefunden.
Das violblaue Oxyd gewinnt man bei oben gedach-ter Rcduclion, indem es gewöhnlich den mittlerenTheü(des äufserlich) metallischen Kegels einnimmt. \\s wirdauch durch Zink aus der Tilansänre -haltigen Hydrochlor-säure präeipitirt, geht hier aber bald wieder zu Titan-säure über, wobei Wasser zersetzt zu werden scheint.
Titai
bekömmt man durch Schmelzen eines Ti-
tan-haltigen Fossils mit Kaliumoxydcarbonat, Auslaugender Masse, worauf Kalinmoxyrllilanat zurückbleibt, Auf-lösen des letztern in Hvdrochlorsänre und Sieden der sehrverdünnten Solution; es setzt sich dann eine ziemlichreine Titansätire ab, welche von dem ihr etwa anhän-genden Mangan- und Eisenoxyd durch Ilydrochlorsäurc,oder wie heim Zirkoniumoxyd gelehrt ist, gereinigtwird. Oder man entfernt genannte Oxyde noch bessererst durch Digestion mit Schwefelämmoninm und dannmit Hydrochlorsäure, weil sie, dadurch in Sulfuride ver-ändert, von dieser Säure leichter aulgenommen werden,überdem zieht jene Atnmoniumverbindung oftmals nochetwas Zinn aus. Siehe TitaHcrse.
Die Titansätire ist amphoterisch ; sie enthält 66,07Proc. Titanmetall.
Das Auüösungsmillol des Titans ist allein ehlor-salpclrige Säure. Die Titansäure geht aber mit Kalium-