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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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Vaccinieae.

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den mitBuchsblättem. Diese sind eiförmig, gegen die Spitzeverschmälert, am Hände nicht zurückgesehlasen, etwas dunk-lerirün, glänzend, unten heller, nicht punktirt, riechen wi-derlich uai schmecken unangenehm süfslichbitter. Der Aut-s-ufs wird von salzsaurem Eisenoxyd nicht merklich verändert.Von der Verwechslung mit Bärentraubenblättern ist bereitsoben die Rede gewesen.

Anwendung. Die Blätter gibt m«n im Theeaufgufs; sie wurden oft, *u-mal in Frankreich, anstatt der Blätter des Arbutas Dva Ursi aus Irrthum ge-braucht, und dürften auch wirklich verwandte Heilkräfte besitzen, wenn sieauch iene nicht ersehen sollten. Aus den Beeren hatte man verschiedene Zu-bereitungen, Roob, Gelalina, Syrupus et Conditurä baccarum Vitis idaeae. Siesind sämmtlich angenehm säuerlich und kühlend Im Norden werden die ein-eemachten Preifselbeeren häufig mit Fleischspeisen genossen. Ur. Buctiner inKirchenleinilz lehrte kürzlich, wie man aus Preifselbeeren em sehr dienlichesCetränk in Fiebern, namentlich in dem mit Durchfällen begleiteten, gastrisch-nervösen oder Schleimfieber bereiten könne. (Berlin, medicin. Centralieitungio3j. p. 5o2.) Durch Gährung und Destillation erhält man aus ihnen einenangenehmen Weingeist. (Steinbeerenwasser.)

Von- den Bewohnern des Kaukasus werden die Fruchte des schon oben an-geführten Vaccinium arctostaphylos L. wie Preifselbeeren benutzt; eben sodienen die Früchte des in den Gebirgsgegenden von Jamaika wachsenden Vacci-nium meridionale Swarta. . ,./,__.!,}

Unter dem Namen Vaccinium jntermedium Ruthe ist bei <-' u,m P el unaKloU.ch tab, 7. ein Bastard von V. Myrtillus und V. vitis idaea abgebildet.

Vaccinium Oxycoccos L.

Moosbeere, Torf- oder Sumptbeere, Sauerbeere,

Krähenbeere.

(Blackwell Herb. tab. 5 9 3. Plenk plant, med. tab. 3oo. Hayne Bd. 4- l»»- '"Oxycoccus palustris Persoou, Schollera Oiycoccnj Roth.)

Gleich der vorigen gehört auch diese Art dem Norden an,sie findet sich jederzeit an sumpfigen, zumal torfhaltigen »tei-len, meistens in Gesellschaft des weiften Sumpfmooses (tspiiag-num palastre), Die Moosbeere ist ein zartes Strauchlein, wei-ches fast ganz im Moose verborgen fortkriecht. Die Blattersind sehr klein, kaum 3-4 Linien lang, oval-länglich, etwasspitz, ganzrandig, oben glänzend, unten wei/shch , lmmer-grün. Die Blumen erscheinen im Mai und Juni, am Ende derZweige, zu zwei oder dreien vereint, auf langen, fadentor-migen, an der Spitze gekrümmten Stielen, sie sind »eeihan-Ä end, ihre blafs purpurrothen Corollen radformig, mit ausge-breitetem Saume, der sehr tief gespalten und die Seg-mente zurückgerollt sind. Dieses Umstandes wegen hat mandie Pflanze von den Vaccineen getrennt » nd die GattungenOxycoccus und Schollera darauf gegründet. Die Fruchte sindschön rothe Beeren, welche im October reiten.

Officinell sind die Beeren: Baecae Oxycoccos. Siewerden erst, nachdem sie überwintert haben, folgendenFrühjahr gesammelt; schmecken sehr sauer, werden at>eidurch die Winterkälte milder.