Vaccinieae.
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In Nordamerika werden die Früchte mehrerer Arten, wie hei uns die Heidel-beeren , benutzt, namentlich die von Vaccinium corjnibosum L,, V. frondosumL., V. glaucum Michaux, V. dumosum Aiton u. s. w. Auf Madera benutztman die Früchte von Vacciniitra maderense Link.
Vaccinium uliginosum L. Sumpfheidclbeere, Rauscbbcere. (LeoTaschenbuch der Arzneipflanzen tab. 94.) An sumpfigen, torfigen, beson-ders gebirgigen Orten in mehreren Gegenden Deutschlands vorkommend.Ein dem vorigen sehr ähnlicher, aber meistens etwas höherer Strauch,seine Blätter sind verkehrt-eiförmig, netzartig geädert, ganzrandig, grau,grün; die Blüthen stehen gehäufter; ihre Corollen sind mehr glockenför-mig, blässer; die Früchte weit gröfser, mit dem Kelch gekrönt, aufsenheller scwarzblau, innen grünlichweifs (nicht roth), schmecken fade, süfs-lich-säuerlich, etwas adstringirend. Nach Leo waren sonst die Blatterund Beeren officinell, Folia et Baccae Myrtilli majori«; sie sindkaum je allgemeiner gebraucht worden. Nach einigen Angaben sollen sienarkotisch wirken, dem jedoch von andern Botanikern widersprochen wird.
Vaccinium Vitis idaea L.
Preifselbeere, rothe Heidelbeere, Stein- oder
Kronsbeere.
(Plenk plant, med. tab 299. Hayne Bd. 4. tab. 19. Düsscld. Samml. 5. Liefer.tab. 14. Mann Deutschi, wildwachsende Arzneipflanzen. 29. Liefer. Guimpel et
Klotzsch. tab. 8.)
Eine im nördlichen Europa, zumal in Nadelwäldern undauf Heideboden sehr verbreitete Art, die aber jenseits der Al-pen zu den Seltenheiten gehört; auf dem Monte Saldo fandman sie noch in der Alpenreffion. Es ist ein zierlicher immer-grüner, hand- bis fufshoher Strauch, der gemeiniglich ziem-liche Strecken dicht überzieht. Die Zweige sind rund, grau-braun und weifs behaart. Die Blätter gleichen der Form,Gröfse und Textur nach denen des Buchsbaumes, sind aberam Bande umgeschlagen, unten blafsgrün und braun punktirt.Die Blumen, welche im Mai und Juni erscheinen, bilden kleine,abwärts gebogene, dicht gedrängte Trauben. Die Corollensind länglich-bauchig, weifs oder blafs rosenroth und wohl-riechend, die Staubbeutel sind nicht gegranut. Die Beerenhaben eine schön scharlachrothe Farbe.
Officinell sind die Blätter und Beeren: Folia et BaccaeVitis idaeae. Die trocknen Blätter werden leicht bräunlich,sie sind geruchlos und schmecken ziemlich adstringirend,schwach bitter. Der kalte wässerige Aufrufs wird durchsalzsaures Eisenoxyd schön grün gefärbt. Die schön rothenFrüchte haben ungefähr die Gröfse der Heidelbeeren, schmek-ken güfsh'ch - sauer, zugleich etwas bitter.
Vorwaltende Bestandteile. Eisengrünender Ger-bestoff und bittrer Extractivstoff, der Beeren ferner Zucker,Citrouen- und Aepfelsäure.
Güte, Verwechslung,grün, nicht dunkelbraun seyn.
Geigers Pharmacie II. 2. (2« Aufl.)
Die Blätter müssen ziemlichVerwechselt könnten sie wer-46
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