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Palmae.
IV. Borassinae. Die Furchtknoteu sind dreifächerig -die Frucht ist eine dreisaamige Beere.
Cfattunff Borassus. Fächerpalme.
(Syst. Linn. XXII. 6.)
Die Kolben sind ästig und mit dachziegelig übereinanderliegenden schuppenförmigen Scheiden bekleidet. Die Blüthensind zweihäusig. Die männlichen sind zu 10—12 unter denSchuppen zusammengehäuft; der Kelch ist dreitheilig, die Blu-menkrone besteht aus drei Blättchen und trägt sechs Staubge-i'ässe. Die weiblichen Blüthen stehen einzeln zwischenden Schuppen; sie bestehen aus einem dreiblättrigen Kelch undeiner sechs- bis neunblätterigen Blumenkrone, welche 1 Blättchendachziegelig übereinander liegen. Der Fruchtknoten ist drei-fächerig mit drei sitzenden Narben. Die Beere enthält dreisteinkernartige, an der Spitze durchbohrte Saameu mit demEmbryo an der Spitze des Eiweisskörpers.
Bora ss us fl ab e I li fo r mis Linn.
(Roxb. Corom. tab. 71. 72.)
- Die Fächer- oder Wein palme ist eine der grössteuund schönsten Palmen Ostindiens. Der Stamm wird hoch undist oft in der Mitte mehr verdickt. Die grossen Blätter sindfächerförmig getheilt und bilden eine weite ansehnliche Krone.Die Früchte sind eiförmig, braun, von der Grösse eines Enten-eis. — Das Holz des Stammes ist sehr hart und schwarz. Ausdieser Palme wird, vorzugsweise in Ostindien, sehr viel Palm-wein , oder durch Eindicken des frischen Saftes viel Palmzucker(Jagarazucker) gewonnen. Man schneidet nämlich in die Blü-thenkolben, bevor sie ganz ausgebildet sind und sammelt, in-dem man diese Operation täglich wiederholt, den reichlich her-vordringenden Saft, der durch die Gährung ein weinartiges-Getränk darstellt. Der von dieser Palme gewonnene Wem istin Ostindien besonders geschätzt und wird in grossen Mengencousumirt. — Die herrliche Palme wächst aber sehr langsam,so dass sie 30—40 Jahre zählen muss, bevor sie zur Weinbe-reitung geschickt ist.
Mit dieser Gattung ist Lodoicea S e cli ellar um Lab. nahe ver-wandt ; es ist eine hohe Palme mit bandförmig zerschnittenen Blättern,zweihausigen Blüthen und (drei- bis viersaamigen) trockenen, faserigenSteinfrüchten , die sich durch ihre ungeheure Grösse auszeichnen. DieseFrüchte werden an den maldivischen Inseln angespült und sinddeshalb unter dem Namen der maldivischen Cocosnüsse bekannt;sie sind in Ostindien als Arzneimittel in verschiedenen Krankheiten be-rühmt.