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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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28 Hyphomycetes, Gasteromycetes.

Familie . HYPHOMYCETES LH.

Fadenpilze.

Die a» Gattungen und Arten so reiche Familie begreift dieim gemeinen Leben sogenannten Schimmel, welche bei genauermikroskopischer Betrachtung sich als die zierlichsten Gewächsesseigen. (System der Pilze tab. 3. 4. 5.)

Viele derselben kommen in den Wohnungen auf in Zersetzungbegriffenen Früchten, Speisen und andern Präparaten vor. Zu diesen ge-koren besonders die Arten der Gattung Mucor, vorzüglich M. mueedo,aber auch P enic i Iti um glaucum und Aspergillus glau.cussind oft solche ungern gesehene Gäste. Der gelbe Schimmel aufgetrock-neten und feucht gewordenen Pflanzen ist Eurotium h erb a rio ru in ,welcher auch, zuweilen mit seinen kleinen gelben, Sporangiea auf allenExtrakten sich bildet.

Familie: GASTEROMYCETES Fr,Balgpilze.

Bei den beiden vorhergehenden Familien bestanden die Pilzeentweder ganz aus den frei auf in Zerstörung begriffener orga-nischer Substanz liegenden Sporidien, oder sie hatten sich einenBoden (stroma) gebildet, der bei den Fadenpilzen die zar-ten Schimmelfäden darstellt. Die Balgpilze zeigen sich schonals vollkommnere Gewächse in Gestalt einer Sporaugie(sporanyium), welche die Sporen mit oder ohne ein Ha arg e-flecht (capillitii/m) enthalten, und sich entweder regelmässigoder unregelmässig offnen. Diese Sporangien sind theils sehrklein und vergänglich, theils grösser und dauerhafter. DieHülle (peridium) kommt äusserst zart, und bei andern starkund lederartig vor. Man unterscheidet vier Abtheilungen: 6a-steromycetes myxogas t er es, G.. trichogasteres, G.angiogasteres und G. tuberini. Die erste Abtheuungnimmt zalreiche Gattungen sehr zierlicher Pilze auf, welchealle auf vegetabilischen Substanzen, besonders zersetztem Holz,wachsen und sich durch ihre Entstehung aus einer ffüssig-schlei-migen Masse auszeichnen.

Die zweite Abtheilung enthält grössere Pilze, die gewöhn-lich aus der Dammerde hervorbrechen und wie alle vollkomm-nen Pilze aus einem flockigen zarten Vorkeim (myeelium) er-wachsen. Wir heben hier die grösste Gattung Lycoperdon aus.

Gattuny Lycoperdon hin. Flocltenslreuling*

Die Sporangie ist mehr oder weniger gestielt; die Hülle(peridium) ist häutig, einfach, auf der Oberfläche mit Stauboder Schuppen, Warzen oder Stacheln bedeckt, seltner Sglatt.Die Sporen liegen auf einem Haargeflecht (capillitium) und? sindgewöhnlich grünlich.