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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
Entstehung
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Coniomycetes.

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sey ganz Pracht, mit mehr oder minder regelmässigen Hüllen;sein Stamm ist nur Fruchtstiel; die eigentliche Wurzel feldt ihmgänzlich. Der Vorkeim vertritt oft ihre Stelle, indem er sichbei höheren Pilzen lange in der Erde erhält und neue Pilze aus-schickt (worauf das Cultiviren der Champignons beruht).Die bunte Farbe herrscht vor, die grüne tritt höchst selten auf.Besonders wichtig ist die in neuster Zeit bestätigte Beobach-tung, dass die Pilze sowohl im Licht als in der Finsterniss stetsSauerstoff aufnehmen und Kohlensäure aushauchen, wodurch siesich auffallend von allen vollkommneren Crvptogainen und gewissauch von allen grünen Algen unterscheiden.

Was die Entstehung der Pilze anlangt, so nehmen wir ohneBedenken an, dass sie sowohl durch eine generatio origi-naria entstehen, als auch durch ihre Keimkörner sich fort-pflanzen. Die erstere Art der Entstehung ist zwar nicht überalle Zweifel erhaben, aber doch sehr wahrscheinlich, und findetbesonders bei den unvollkommneren Familien statt, lieber dieArt der Entwickelung aus ihren Keiinkörnern hat uns Ehren-berg schon vor geraumer Zeit trefflich belehrt*), auf dessenausgezeichnete Arbeit wir hier verweisen müssen.

Die Pilze sind über die ganze Erde verbreitet und in feuch-ten Wäldern der heissern Zonen entstehen die mannigfaltigstenund seltsamsten Formen. Linnaeus bezeichnet die Pilze sehrschön also : Nomades, denudati, autumnales, fugaces, voraces,<nu* Flora reducente plantas colligunt earum quisquilias sor-desque.

(Ch. G. Nees von Esenbe ck System der Pilze.Fries systema mycoloyium. Wild Spec. plant. Vol. VI.Auct. Linkio. Persoon synopis funyorum. Th. Fr. Neesvon Esenbeck und Henry das System der Pilze. Ungerdie Exantheme der Pflanzen.)

Familie: CONIOMYCETES N. v. E.Staubpilze.

Der grösste Theil besteht aus den sogenannten BlattpilzenfEntophyti), welche nach den schönen Untersuchungen des HerrnUnger als Exantheme der höheren Pflanzen zu betrachten sindund uns das Pilzreich auf seiner tiefsten Stufe kennen lehren.Wir finden aber weder unter ihnen, noch unter den etwas voll-kommneren Con. liberi und suffulti etwas für die Pharmacie In-teressantes. (Das Syste?n der Pilze v. Th. Fr. Nees v. E.und Henry, tob. I. 2.)

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*) De mycetogenesi ad Acad. C. L. C. N". C, President epUtola. Act.

Acad. N. cur. Vol. X. F. i.