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itf Brj'ozoa.
Familie: ALCYONINA.Rorkkorallen.
Die gemeinschaJYlidie, weiche, fleischige, mit Kalktheilen gesehwikn-gerle Basis der nackten Polypen bildet festsitzende, vielgestaltige Polypen-stumme, in deren Zellen sich die Polypen zurückziehen können. DerStamm ist im frischen Zustande fleischig und biegsam, im trocknen aberkork- oder lederartig.
Mehrere Arten der zu dieser Familie gehörig«» Gattung Alcyonium,als A. conglobatwn und conqlomeratum werden von des Russen, A. ra-seum und purpureum von den Portugiesen und Brasilianern als Arznei-mittel benutzt. Tilesius wandte A. gelatinosum an, und schreibt demAufgüsse oder Absude dieser Polypen krampfstillende und stockunglösend«Kräfte zu; auch sollen sie mit JNutzen als emenagogum und bei schwerenGeburten angewandt werden können.
ORDNUNG BRYOZOA. MOOSKORALLEN.
Der Thierkörper ist weich; der Mund ist mit einem einfa-chen oder mehrfachen Kranze fadenförmiger Fühler umgeben,die Magenhühle hat einen Darm, dessen After sich neben demMunde öffne!. Sie vermehren sich durch Eier und Knospen, nie-mals durch freiwillige Theilung. Der Polypeustamm ist fest-sitzend, hörn- oder kalkartig; er besteht aus verzweigten Röh-ren, oder aus Zellen, die auf ästigen Stämmen oder blättrigenAusbreitungen versammelt sind. — Hierhin gehören die Familien:Celleporina (Zelienkorallinen), Flustracina, Serlularina (Röh-renkorallinen).
Aus der Familie Celleporina kam früher Cellepora Spongitesals Lapides Spongiarum in den Apotheken vor, von denen sie sich inihrem Werthe wohl wenig unterscheiden.
Flustra foliacea L., aus der Familie Flustracina, lebt in den euro-päischen Meeren und enthält nach Sarphali Jod. (Vergl. a.a.O. p. 45.)
Tubularia Acetabn lum (der Nadelkocher), aus der Familie derSertularina, lebt im mittelländischen Meere, an Felsen und Schalthierensich findend. Es besteht aus fingerlangen , fadenförmigen, aschgrauenKehren, welche sich in ein radförmiges, strahlenförmig gestreiftes, kalk-artiges Schildchen endigen und in welchem sich die zierlichen, weissen,federbuschähnlichen Polypen finden. — Diese Koralle war ehemals oflici-nell unter dem Namen Meernabel (Umbilicus marinus, Androsace,^icetabulum marinum _, Cotyledon marinumj. Man gebrauchte sie alswurm - und harntreibendes Mittel. Auch in mehreren zu den GattungenSertularia und Tubularia gehörenden Thieren hat Sarphati einen Jod-gehalt nachgewiesen, (a. a. O. p. 45.)
In die Ordnung Bryozoa gehört nach jenen Zoologen,welche sie noch für ein Thier halten, auch die
Gattung Corallina Linn. Flechtenkoralle.Der Korallenstamm ist fest gewurzelt, gegliedert, ästig zer-theilt, steinartig und innen hornig ohne wahrnehmbare Porenund Polypen.
Corallina officinalis Linn.
(Syn. Nodularia officinalis.)(Abbild. Plenck, phyt. tab. 48- flg. 4. Ellis, tab. 34. a. A. B.)
Dieofficinelle Flechtenkoralle ist ein seit den alte-