Madrepora.
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■•Ienblättchen abk'etheilt. Die Thiere haben zwölf Fühler uudvermehren sich durch Eier und nicht abfallende Sprossen.
Gattung Madrepora Lam. Sternkoralle.
Die Zellen sind walzenförmig und zerstreut; die Mündungenerhaben, innen mit Sternlamellen.
Madrepora oculata L»
(Angenkorall.)(Abbild. Seba Vol/lII. Taf. 116. fig- 1 «• 2.)
Der weisse Augen kor all ist seit den ältesten Zeitenbekannt und findet sich sehr häufig im indischen Meere. Erbildet einen Fuss lange und längere, federkielsdicke bis fingers-dicke, auch dickere, baumartig verzweigte, in kurzen Win-dungen hin und her gebogene , häufig alnvechselnd - kurzästige,runde Stämme von reinweisser Farbe, welche zart scMefgestreift,oder zum Theil glatt, schwach glänzend oder matt sind. Aufzwei gegenüberstehenden Seiten finden sich ein paar Linien voneinander entfernte, etwas vorspringende und '/j bis 1 Linie unddarüber im Durchmesser haltende Vertiefungen (Zellen), welchemit sternförmig gestellten Blatteneu durchzogen sind, die deuStämmen und Aesten ein höckeriges, mit vielen Augen besetztesAnselien geben. In diesen leben die mit Fühlern (Fangarmen)versehenen Polypen, die sie abwechselnd herausstrecken oderzurückziehen. — Officinell ist: der ganze Stamm, welcher un-ter dem Namen weisser Korall (Corallium alhum), in frü-hem Zeiten häufig als absorbirendes Arzneimittel gebrauchtwurde. Man erhält den Stamm gewöhnlich in Bruchstücken vonI — 4 Zoll Länge. Der weisse Korall bestellt grösstenteilsaus kohlensaurem Kalk, löst sich in Salpetersäure unter Brau-sen schnell auf, indem nur eine Spur weisslicher Flocken zurück-bleibt; die Auflösung wird von Aetzammoniak nicht getrübt.
Stratingh und Fyfe wiesen hier schon im Jahre 1820 einenJodgehalt nach. {Ann. de Chem. et de Fhys. T. XII. p. 415.)
Unter dem weissen ICorall des Handels finden sicli in der Regel eineAnzahl anderer Arten dieser Gattung, und selbst aus andern Familien derSfeinkorallen, ■/.. B. M. prolifera und Lithorlendron vivgincwn Schw., ausder Familie Ocellina , welche sich schon durch iFire gabelige "Verästelungauszeichnen Es sind vorzüglich die Steinkorallen , welche oft in unge-heurer Menge im Meere vorkommen, die gefährlichen biuike oder Riffebilden, und selbst zu beträchtlichen Inseln heranwachsen.
ORDNUNG DENDROZOA. BAUMKORALLEN.
Der Körper wie bei der vorigen Reihe; Magen ebenfalls.Der Mund ist hier aber mit acht lanzettförmigen, am Rande ge-fiederten Fühlern umgeben. Sie vermeinen sich durch Eier undniemals abfallende Knospen oder Keime, aber niemals durchTheilung. Der ästige, selten einfache Korallenstock stellt dieVereinigung einer zahlreichen Nachkommenschaft dar. Er bil-det e.itweder/eii.e pilanzenartig verzweigte, meistens hornartige