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Dahlis — Dau.eiochin.
Anwendungen der Daguerreotypie.
Zu den Nutzanwendungen der Daguerreotypie gehört vornehmlichdie von Schuh zuerst ausgeführte Abbildung mikroskopischer Ge-genstände mittelst des Hydrooxygengasmikroskops, und die von Ber-res herrührende Vervielfältigung der Lichtbilder durch den Druck.Die Anweisung, welche der letztere biezu giebt, ist folgende: Mantauche die in einer Kupferpincette gehaltene Silberplatte in 25gradigeSalpetersäure, und hebe sie wieder heraus, sobald sich die erstenkleinen Bläschen zeigen. In wenigen Secunden ist dann das Bild inein vertieftes Metallbild verwandelt. Während dieser Anwendung sollman durch Neigen der Platte die anhaftende Flüssigkeit an die Stel-len hinleiten, wo die Aetzung zai langsam oder gar nicht stattfindet.Um die Tiefe der Aetzung so stark zu machen, dass sich die Plattezum Abdruck eignet, wiederhole man rasch hintereinander dies Ver-fahren noch 3 — 4 Mal, und tauche, wenn die gewünschte Tiefe er-reicht ist, und ein grauer Mordant die Linien und Umrisse des Bil-des -bedeckt, die Platte in destillirles Wasser, putze sie mit verdünn-tem Ammoniak oder mit Weingeist und präparirten Schaafknochenund benutze sie sogleich zum Druck oder zur Vervielfältigung durchGalvanoplastik. Zum vollkommenen Gelingen soll jedoch eine starkeQuecksilberdicke, ein scharfes Bild, und eine rein geputzte Platte vongleichem inneren Gefüge erforderlich sein. Von einer seiner bestenPlatten hat Berres 310 scharfe Abdrücke erhalten, und glaubtenoch andere 310 schwächere erhalfen zu können. Vorzüglich ge-eignet zum Aetzen fand Berres auch die Bilder auf reinen Kupfer-platten, welche nach Kratochwila dadurch gewonnen werden, dassman die blank polirte Kupferplatte bis zur Kupferbronzefarbe jodirtund dann den Dämpfen von Chlorbrom aussetzt, bis sie eine violetteFärbung angenommen hat. Sie bedarf aber einer viermal längerenEinwirkung des Sonnenlichts als eine Silberplatte, und erfordert zurscharfen Ausbildung des Bildes Quecksilberdämpfe von 100—120" C.in theilweisen Abstufungen. B.
Dahlin s. Jnulin.
Dalleiochin. Wird schwefelsaures Chinin in Chlorwasseraufgelöst und Ammoniak hinzugesetzt, so entsteht ein grüner Nieder-schlag, die darüber stehende Flüssigkeit, welche gleichfalls grün ge-färbt ist, wird abfiltrirt und eingedampft, wobei sie sich anfangs roth-lich, zuletzt aber dunkelrothbraun färbt. Brandes und Leber ha-ben in dem Bückstande zwei Stoffe gefunden, von denen der eine inAlkohol löslich, der andere aber unlöslich in Alkohol und Wasser ist.Der grüne Niederschlag ist von ihnen Dalleiochin*) der rothe in Alko-hol lösliche Stoff Busiochin (von 4° , u<» 0 s rothbraun) und der in Alkoholund Wasser unlösliche Melanochin (von pÄa« schwarz) genannt wor-den. Das Dalleiochin getrocknet, erscheint als ein grünes körniges Pul-ver, das sich nur in Alkohol mit grüner Farbe auflöst. In kochendem
*) Von $-aXXuv grünen und blühen, indem das > mit einem 5 ver-wechselt worden ist, Es müsste nach dieser, übrigens sehr schlecht ge-wählten Etymologie also Thalleiochin lieissen.