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AUTOMOLIT.
Axe.
Automolit, Galmit, ein zu Fahlun, Stor-Tuna in Schwedenund Franklin in New-Yersey vorkommendes Mineral, von dunkel-lauchgrüner, ins Schwarze und Blaue fallender Farbe. Es findet sichkrystallisirt in regulären Octaedern, in Körnern und derb. Spec. Gew.4,23 — 4,4, fast von Härte des Topases, undurchsichtig oder an denKanten durchscheinend. Automolit ist eine Verbindung von Thonerde
mit Zinkoxyd nach der Formel Zn AI (Abich). Das Zinkoxyd isttheilweis durch die mit ihm isomorphe Talkerde bis zu5,25pCt. undEisenoxydul bis zu 5,85 pCt. vertreten. Abich fand auch zwischen1,22—3,84 pCt. Kieselsaure, die nach H. Rose dem Automolit nichtangehört, (Pogg. Ann. LI. p. 283.) Der Name von cmro.aoXos Uebcr-läufer gebildet, wurde dem Mineral gegeben, weil es sich wegenseines Zinkgehalts dem Erz nähert, und sich dadurch von den ausErden zusammengesetzten Edelsteinen entfernt, zu denen es seinenphysikalischen Eigenschaften nach gehört, B.
Avivage (Aviviren, Schönen). Die Farben der durch vege-tabilische Stoffe gefärbten Zeuge werden durch die Behandlung miteinigen anorganischen Verbindungen in sehr verdünnten Auflösungen(Bad) häufig lebhafter gemacht, oder verändert; man wählt dazu nachden verschiedenen Farbstoffen und den verschieden zu erreichendenFarben Alkalien, Ammoniak, Kalkwasser, oder Salze, z. B. kohlen-saures Natron, alkalische Seifen, Alaun, Zinnchlorid, Chlorkalk u. s. w.Oft wird das gefärbte Zeug im Ävivirkessel allein einer höheren Tem-peralur ausgesetzt, was auch schon hinreichen kann. M.
Axe (krystallinische) s. KrystalJ.
Axe (magnetische) heisst diejenige Richtung in einem mag-netischen Körper, welche sich beim freien Aufhängen in den magne-tischen Meridian stellt. R.
Axe (optische). Die hauptsächlichsten Bedeutungen, in denendas Wort Axe in der Optik angewendet wird, sind folgende:
1) optische Axe des Auges: die durch die Mittelpunkte der Horn-haut und der Krystalllinse gehende Richtung.
2) optische Axe eines Spiegels: die durch das Centrum seinerKrümmung und die Mitte der Apertur gehende Richtung.
3) optische Axe einer Linse: die Linie, welche die Krümmungs-centra derselben mit einander verbindet.
41 optische Axe eines Spiegelsystems, eines Linsensystems, einesFernrohrs, eines Mikroskops: die Linie, welche sämmtliche Krümmungs-centra mit einander verbindet,
5) Axen doppelter Brechung oder Elasticitätsaxen: Denken wiruns im Innern eines zweiaxigen Krystalls einen homogenen Licht-punkt C, von welchem im Sinne der Undulationstheorie Erschütte-rungen ausgehen, so wird der umliegende Aether in Bewegung ge-setzt, und es kommen nach Verlauf irgend einer bestimmten Zeit dieverschiedenen Bewegungen in Punkten an, welche die sogenannteWellenfläche bilden. Die Bewegung, welche ein Aethertheilchen inFolge jener Erschütterungen annimmt, lässt sich aber im Allgemeinenals aus drei auf einander senkrecht gerichteten Beweeuimen zusam-