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Mikroskopische und mikrochemische Untersuchung der Harnsedimente : mit 17 Taf. u. 13 Abb.
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Abb. 4.

Lackringmaschine.

Zu diesem Zwecke verwendet man

eine sogen. „Lackringmaschine"

h^ (Abb. 4), welche eine sehr gut zentrierte,

^^Ä] an der unteren Seite im Zentrum mit

HjH! einem Stifte versebene Scheibe darstellt,

die sich in einem Gehäuse ruhig und

regelmäßig drehen kann.

Auf der oberen Seite der Scheibeist das Zentrum bezeichnet; um dasselbebefinden sich in gleichen Entfernungen konzentrische Ringe, welche deneinzelnen Deckgläschengrößen entsprechen; auf der Scheibe sind nochzwei Klammern zum Festhalten des Objektträgers angebracht.

Der Verschluß des Präparates wird am besten mittels Eisenlackoder Asphaltlack in folgender Weise bewirkt:

Das Präparat wird auf der Scheibe genau zentriert, mittels derKlammervorrichümg befestigt, so daß sieh der Eand des Deckgläschensmit einer Kontur der konzentrischen Ringe vollkommen deckt.

Darauf wird die Scheibe mit dem Mittelfinger der linken Hand andem Rande rascb zum Drehen gebracht und nun ein kleiner spitzer, inmäßig verdünnten Lack 1 ) getauchter Pinsel nicht steil, sondern schrägwie ein Federhalter auf den Rand des Deckgläschen derartaufgestellt, daß etwa die eine Hälfte des Pinsels auf dem Rande des Gläs-chens, die andere auf den Objektträger zu ruhen kommt. Der Pinselwird an einer Stelle festgehalten (ohne daß sich dabei die Hand rührt)und die rotierende Scheibe macht den Ring selbst. Nach kurzer Übunggelingt es, vollkommen tadellose Ringe herzustellen.

Die Ringe trocknen sehr rasch; man kann in den folgenden Tagennochmals neue Auftragen, bis das Präparat vollkommen eingeschlossenist, was sich daraus erkennen läßt, daß das gegen Lieht verkehrt gehaltenePräparat am Deckglasrande keine lichteren Linien zeigt.

Soll im Präparate irgend ein kleines, besonders wichtigesObjekt rasch wieder zu finden sein, so muß die Stelle, wo es liegt, markiertwerden. Vescovi hat folgendes Verfahren hiefür vorgeschlagen: Aufdem Objekttisch des Mikroskopes werden (Abb. 5) zwei Paare von auf-einander senkrecht stehenden Linien angebracht, am besten einge-schnitten und mit weißer Farbe ausgefüllt. Das aufzusuchende Objektwird genau in die Mitte des Gesichtsfeldes eingestellt, der Objektträgermit Klammern festgehalten und entsprechend den eingeritzten Strichenam Objekttisch korrespondierende zarte Linien mit Tinte eingezeichnet.Durch Anbringen solcher Linien mit verschiedenen Tinten können inein und demselben Präparate auch mehrere Objekte markiert werden.

') Der Lack soll etwa die Konsistenz des Honigs besitzen. Zu dünnflüssigerLack zerfließt leicht, zu dicker fließt dagegen nicht genug schnell vom Pinsel ab.