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Mikroskopische und mikrochemische Untersuchung der Harnsedimente : mit 17 Taf. u. 13 Abb.
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Bechergläser.

Pipetten.

Champagnerkelclie.

Spritzflasche für destilliertes Wasser.

Platindraht.

Pinzette.

Objektträger und Deckgläschen.

Filtrierpapier.

Spirituslampe.

Uhrgläser.

Petri-Schale für Glyzeringelatine.

Asphaltlack oder Eisenlack zum Einschlüsse von Dauerpräparaten.

Spezielles über Harnsedimente.

In Harnsedimenten finden wir: nichtorganisierte (amorphe oderkristallinische) und organisierte Formen.

Zu den ersten gehören: Harnsäure und ihre Salze (Urate, größten-teils Natrium und Ammoniumurate). — Oxalsaurer, schwefelsaurer,kohlensaurer und phosphorsaurer Kalk — phosphorsaure Magnesia sowiephosphorsaurer Ammoniak — Magnesia — Zystin, Hippursäure, Leuzin,Tyrosin, Cholestearin, Farbstoffe, Fettröpfchen u. a.

Zu den organisierten gehören: Epithelien, Blutkörperchen, Eiter,Gebilde aus den Harn- und Geschlechtsorganen, Spermatozoiden,Corpuscula amylacea, Gewebsbestandteile u. a.

Nichtorganisierte Sedimente.

Harnsäure. (Tafel I.)

Die Harnsäure ist eine der häufigsten Erscheinungen in Harn-sedimenten und kommt gewöhnlich nur in saurem Harne vor.

Wenn der Harn mit Harnsäure übersättigt war, scheidet sich dieHarnsäure nach dem Auskühlen spontan aus: teils am Boden und an denWänden des Gefäßes, teils auf der Oberfläche der Flüssigkeit.

Nicht selten bildet die Harnsäure ganze Drusen von Kristallen,welche schon mit freiem Auge sichtbar und durch Harnfarbstoffe alsrubinrote, gelbe oder orangegefärbte Körnchen erscheinen.

Die Größe, Farbe und Form der Harnsäurekristalle ist sehrmannigfaltig.