129
säure, Benzosalin u. a. Werden erst im Darm angegriffen,den Magen aber passieren sie unverändert.
Aminooxybenzoesäuremethylester ist das Orthoform, daseine große Bedeutung als schmerzstillendes Mittel auf Wundenerlangt hat.
p-Oxybenzoesäure, der Salicylsäure isomer; bildet alsMethyläther die Anissäure,
flTT / OCH3
^o* 1 * <- COOHp-Methoxybenzoesäure; der dazu gehörige Aldehyd ist der Anis^
aldeh y d ' rTT /Och 3
der im Anisöl und Eenchelöl vorkommt. Ein ähnlicher Körper istdas Vanillin, das aromatische Prinzip der Yanilleschoten, dasheute fabrikmäßig synthetisch hergestellt wird. Es hat die Formel
/OHOG)
GßS s \ OCH 3 ( s )N 0H( 4 )ist also p-Oxy-m-Methoxybenzaldehyd.
Eine Trioxybenzoesäure ist die Gallussäure,
QA <;
(OH) 3
^-OOOH
die neben Tannin in den Galläpfeln und im Tee
api
Na
vorkommt. Feine seideglänzende Nadeln. Geht beimErhitzen unter Kohlensäureabspaltung in Pyrogallolüber.
Tannin, Hauptbestandteil der Galläpfel. Im Tee.. Farblose amorphe Masse, leicht in Wasser, schwer inAlkohol löslich. Das Tannin geht mit verdünntenSäuren (Hydrolyse) in Gallussäure über. Enthält wahr-scheinlich mehrere Moleküle Gallussäure in esterartigerBindung an Zucker.
Emil Fischer hat neuerdings die Pentagalloylglucose syn-thetisch dargestellt, die dem Tannin in vielen Eigenschaften zumVerwechseln ähnlich ist.
Serbsäuren. Unter dem Namen Gerbsäuren faßtman eine weitere Reihe von Verbindungen zusammen,die Glykoside (§ 101) der Gallussäure und deren Homo-logen darstellen, d. h. bei der Hydrolyse in Zucker undGallussäure zerfallen. Die wichtigsten sind die China-
Oppenheimer, Grundriß d. org. Chemie. 8. Aufl. 9