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Benzylalkohol: Vorkommen
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Rosaceae.
In dem Kirschlorbeeröl (Prunus Laurocerasus L.) findet sich haupt-sächlich Benzaldehyd, Blausäure und Phenyloxyacetonitril. Der charak-teristische Geruch des Kirschlorbeeröls, der letzteres vom Bittermandelölunterscheiden soll, wird nach Tilden (Pharm. Journ. London III, 5 [1875],761), durch einen indifferenten Körper hervorgebracht, der wahrscheinlichBenzylalkohol ist.
Leguminosae.
Im Cassieblütenöl (Acacia Farnesiana), das aus der Cassiepomade(Sch. 1899, II, 58) dargestellt worden war, wurde aus den niedriger sieden-den Anteilen mittels Phtalsäureanhydrid ein Alkoholgemisch isoliert, indem die Gegenwart von Benzylalkohol wahrscheinlich gemacht wurde.
Auch für das ätherische Ol von Acacia Cavenia Hook, et Arn.(Sch. 1903, II, 14) wurde konstatiert, daß es sich aus ca. 50°/ 0 Phenolen,hauptsächlich Eugenol, ca. 8°/ 0 Salicylsäuremethylester und ca. 42 °/ 0Nichtphenolen zusammensetzt; von den letzteren sind etwa 20 °/ 0Benzylalkohol. Zur Charakterisierung des Benzylalkohols wurde be-sonders die freie Benzylphtalestersäure herangezogen: Smp. 106—107°. —In einer weiteren Mitteilung (Sch. 1904, I, 21) wird über das ätherischeOl aus der indischen Cassiepomade (Acacia Farnesiana) Mitteilung ge-macht; 115 kg lieferten 197 g Öl =0,171 °/ 0 der Pomade: d lh = 1,0475,u d = + 0, n D = 1,51331, V. Z. = 176; davon waren 21 g Phenole und vondieser besteht die Hauptmenge aus Salicylsäuremethylester. Nach Ent-fernung der Phenole destillierte das Akazienblütenöl unter 6 mm Druckbei 158—140°, hauptsächlich von 70—120°. Außer Benzaldehyd wurdeBenzylalkohol nachgewiesen, ferner Menthon(?), Anisaldehyd usw.
Oleaceae.
Vom Jasminblütenöl (Jasminum grandiflorum L.) konstatierenSch. u. Co. (Sch. 1896, I, 65; 1899, I, 27; 1901, II, 28), daß in ihm Benzyl-acetat, Benzylalkohol und Anthranilsäuremethylester vorkommen. Vebley(C. r. 128, 314; Bl. III, 21, 226) gibt an, daß sich in dem Jasminblütenöl
Jasmal C 9 H 10 O 2 , das Methylenacetal des Phenylglykols C 6 H 5 -C 2 H 3 <q>GH 2
finde. Sch. u. Co. (Sch. 1899, I, 27) können das Vorkommen von Jasmalnicht bestätigen und ebenso hatten Hesse und Müller (B. 32 [1899],565) bereits feststellen können, daß ein Körper von den Eigenschaften desJasmals im Jasminblütenöl nicht vorhanden sei. In einer sehr ausführ-lichen Untersuchung zeigen diese Forscher, daß sich Benzylacetat undTerpenalkoholester finden, daß aber für den Geruch des Jasminblütenölshauptsächlich zwei Körper in Betracht kommen, welche nur in geringerMenge vorkommen, indem 1000 kg Jasminblüten ca. 25 g eines jedenderselben liefern. — In einer zweiten Abhandlung zeigen alsdann H.