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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Benzylalkohol: Vorkommen

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eintreten müssen; 2. durch Extraktion der frischen Tuberosenblütenwurden aus 1000 kg nur 36 g am Beginn der Ernte, im weiteren Verlauf56 g ätherisches Ol gewonnen. Petroläther extrahiert nicht das gesamteätherische Ol, sondern bei der Wasserdampfdestillation der extrahiertenBlüten wurden noch 10 g eines unangenehm riechenden Öles gewonnen.Das durch Petrolätherextraktion erhaltene Öl zeigte: d 15 = 1,U07. „DieVerseifungslauge enthielt 12—13°/ 0 Benzoesäure (ber. auf angewandtes Öl)und außerdem Anthranilsäure, aber keine Salicylsäure." Das in denBlüten enthaltene Tuberosenöl weist ca. l,13°/ 0 Anthranilsäuremethylesterauf. 3. a) Die Untersuchung der bei der Enfleurage der Tuberosenblütenerhaltene Tuberosenpomade ergab, daß bei der Enfleurage von 1000 kgTuberosenblüten 801 g ätherisches Tuberosenblütenöl in das Pomadenfettübergehen. Dieses ätherische Tuberosenblütenöl — H. nennt das in denTuberosenblüten enthaltene Öl „Tuberosenöl", das bei der Enfleurage ge-wonnene Öl „Tuberosenblütenöl" — zeigte d 15 = 1,012; Gehalt an Anthranil-säuremethylester 5,1 °/ 0 usw. b) Die bei der Enfleurage abfallenden Blütenwurden durch Extraktion und nachfolgende Destillation vom Öl befreit;aus 1000 kg Blüten wurden noch 78 g ätherisches Öl gewonnen: d n = 1,043,Gehalt an Anthranilsäuremethylester 2°/ 0 . „Bei der Enfleurage und Ex-traktion von 1000 kg Tuberosenblüten wurden also im ganzen 801 + 78 =879 g Öl, d. h. 13,32mal so viel ätherisches Öl erhalten, als durchExtraktion der frischen Blüten. Die Tuberosenblüten entwickeln alsobei der Enfleurage noch 12mal so viel ätherisches Öl, als a priori in denBlüten enthalten war" (vgl. Anmerkung). H. stellt als Bestandteil desTuberosenöls und Tuberosenblütenöls fest, „daß beide Öle Anthranilsäure-methylester, Benzylalkohol (frei und verestert), Ester der Benzoesäure(darunter: Benzoesäurebenzylester) und andere aromatische Ester enthaltenund außerdem in dem in die Pomade übergehenden TuberosenblütenölSalicylsäuremethylester vorkommt, w r elcher im Tuberosenöl fehlt". DerBenzylalkohol wurde nachgewiesen, indem die nach Verseifung er-haltenen Alkohole fraktioniert destilliert wurden. Die Fraktion vom Sdp.206—214° war schwerer als Wasser, lieferte beim Acetylieren ein nachBenzylacetat riechendes schweres Öl und bei der Oxydation mit Chrom-säuregemisch Geruch nach Benzaldehyd, ferner gaben 1,1 g der Fraktion0,95 g Benzoesäure usw.

Anonaceae.

Im Destillationswasser des Ylang-Ylangöles {Cananga spec.) fandenv. Soden und Kojahn (B. 34, 2809) Benzylalkohol; „dieser Alkohol bildeteinen, wenn auch unwichtigen, so doch normalen Bestandteil dieses lieblichduftenden Öles." — Sch. u. Co. (Sch. 1902, I, 64; 1903, I, 79) berichtenvom Ylang-Ylangöl: „ferner ließ sich Benzylalkohol durch Oxydation zuBenzaldehyd in Fraktionen nachweisen, die ihrem Siedepunkt nach keinBenzylbenzoat, wohl aber Benzylalkohol oder Benzylacetat enthaltenkonnten."