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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Benzylalkohol: Vorkommen

und M. (B. 32, 765), daß die Zusammensetzung des ätherischen Jasmin-blütenöls in abgerundeten Zahlen folgende ist: 65 °/ 0 Benzylacetat, 7,5°/ 0Linalylacetat (darunter ev. andere Terpenalkoholester), 6°/ 0 Benzyl-alkohol, 5,5°/ 0 andere Riechstoffe, 16°/ 0 Linalool (darunter ev. nochandere Bestandteile) usw. — Über die quantitative Bestimmung einesGemenges von Benzylalkohol, Benzylacetat, Linalool und Linalylacetatvgl. a. a. 0., S. 775. — Erdmann (B. 34 [1901], 2281) kann sich der An-sicht nicht anschließen, daß sich nacli dem Abpflücken der Blüten nochätherisches Öl neu bilden soll. — Hesse (B. 32, 2611) zeigt, daß das Benzyl-und Linalylacetat, das Linalool, der Benzylalkohol usw. durchaus nicht diewichtigsten Bestandteile des Jasminblütenöls sind, sondern daß sich darinfür den Geruch wichtige stickstoffhaltige Verbindungen, ein Keton usw.,finden. Zu den stickstoffhaltigen Verbindungen gehören das Indol undder Anthranilsäuremethylester. Diese beiden bilden zusammen mit demKeton Jasmon die wesentlichen Bestandteile des Jasminriechstoffes. Esergibt sich für das Jasminblütenöl folgende Zusammensetzung:

3,0 °/ 0 Jasmon C n H ie O

2,5 °/ 0 Indol C 8 H 7 0

0,5 °/ 0 Anthranilsäuremethylester C 8 H 9 0 2 N65,0 °/ 0 Benzylacetat C 9 H 10 0 2

7,5 % Linalylacetat C ]2 H 20 Ö 2

6,0% Benzylalkohol C 7 H 8 015,5% Linalool C 10 H 18 O

100,0%.

— Hessk (B. 33 [1900], 1585) berichtet über das Jasminblütenöl, wie esdurch Extraktion der Jasminblüten mit einem indifferenten Lösungsmittelwie Petroläther usw. gewonnen wird. Passy (C. r. 124, 783; C. 1897,I, 1028) hatte die Vermutung ausgesprochen, daß gewisse Blüten, wieJasmin und Tuberose, den Riechstoff nur in geringer Menge fertig ge-bildet enthalten, während in anderen Blüten, wie Rosen und Orangenblüten,größere Mengen fertig gebildet sich vorfanden. H. untersuchte nun einProdukt ,.Jasmin pur'-, das durch Extraktion der Blüten mit einem flüchtigenLösungsmittel gewonnen worden war, wobei 1400 kg Blüten 1 kg „jasminpur" geliefert hatten. Durch Wasserdampfdestillation erhielt H. aus 40 g„jasmin pur" 5,5 g ätherisches Ol und aus den Destillationswassern nochca. 4,5 g Wasseröl usw. Es wurde festgestellt, daß I. 5600 kg Jasminblütennach dem Extraktions verfahren ca. 1 kg ätherisches Jasminblütenöl liefern,daß hingegen durch Enfleurage 1000 kg Jasniinblüten ca. 1 kg ätherischesÖl geben, so daß innerhalb von 24 Stunden die Blüten sechsmal so viel Ölhergeben; IL die durch Extraktion oder durch Enfleurage gewonnenenätherischen Jasminblütenöle sind qualitativ verschieden; III. das durchExtraktion gewonnene Öl enthält Anthranilsäuremethylester; IV. auch keinIndol; jedoch seien noch weitere Versuche notwendig. — Über die Unter-suchungen von Jeancaed und Satie: „Analytische Studien über einigeJasminöle" vgl. Bl. III, 23, 555; C. 1900, II, 262. — In seiner fünften