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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Dillapiol: Chemische Eigenschaften. Dillisapiol 187

gelöst und in auf -18° abgekühlte HN0 3 eingetragen; hierbei bildetesich das (l)-Propyl-(5)-methoxy-3,6-chinon. Es sind bei dieser Oxydationeine Oxymethyl- und eine Oxyäthylgruppe in die Chinongruppe verwandeltworden, so daß OCH 3 und OC 2 H 5 in 3,6-Stellung zueinander gestandenhaben müssen. Da nun Oxyäthyl die Stellung 3 innegehabt haben muß(aus Analogie des "Übergangs des Isosafrols und Petersiliemsapiols m einPhenol, usw.), so muß eine Oxymethylgruppe in obigem Phenol, das beider Behandlung des Dillisapiols mit Na und Alkohol entstanden ist in6 bzw. 2 stehen und eine Methoxylgruppe in 5, so daß für die Oxymethylen-gmppe nur die 3,4-Stellung übrigbleibt, und das Dillapiol somit alsein (l)-AUyl-(2, 5)-dimethoxy-(3,4)-methylendioxybenzol anzusehen ist.

Ein spanisches Dillöl untersuchten Sch. u. Co. (Sch. 1903, 1,^4):d n = 0,9282, a D =+45°47', n D = 1,49368. Der Carvongehalt des Oiesbetrug 16«/ Durch Fraktionieren gingen 4 / 6 bei der Siedetemperaturder Terpene über; „diese erwiesen sich als fast reines Phellandren dasvielleicht noch geringe Mengen anderer Terpene enthielt." Aus den hoch-siedenden Anteilen konnte durch fraktionierte Destillation eine IraktionSdp. s = i55_ 156 o gewonnen werden. Durch Erhitzen der letzteren imEinschmelzrohr mit alkohol. Natriumäthylatlösung auf 160 ° trat Invertierungein - „Wie aus dem Smp. 43-44° der Kristalle und demjenigen ihresBromienwgsproduktes hervorging, lag tatsächlich Dillisoapiol vor."

Physik. Eig. des Dülapiols. C. und S. (B. 29, 1799): Sdp. n = 162 ,S dp. = 285° (unter gewöhnl. Druck), flüssig, „stellt eine dicke, ölige, nahezugeruchlose Flüssigkeit dar, die wir auch durch starkes Abkühlen nichtzum Erstarren bringen konnten; gegen konz. H 2 S0 4 verhält es sich wiegewöhnliches Apiol".

Chem. Eig. des Dülapiols. Das Dillapiol addiert infolge der Allyl-gruppe leicht Halogen bzw. Halogenwasserstoff; außerdem substituiert dasHalogen gleichzeitig Wasserstoff im Benzolkern. Es ist jedoch nur be-kannt eine Tribromverbindung C 12 H 13 Br 3 0 4 = C e Br-(OCH 3 ) 2 -(0 2 CH 2 )-C H 2 -CHBr.CH 2 Br (C. und S., B. 29, 1800): Smp. 110°.

Durch Oxydation wird die Allylgruppe zur Aldehyd- bzw. Carboxyl-gruppe oxydiert, jedoch sind diese Sektionen eingehender beim Isoapiolstudiert worden.

Dillisapiol = (l)-Propenyl-(3,4)-oxymetliylen-(5,6)-dioxymethyl-

bcnzol.

C und S. (B. 29, 1801) führen das Dillapiol mit alkoholischem Kalihzw. getrocknetem Natriumäthylat in ein isomeres Dillisapiol über:Smp. 44 o ; es uefert mit konz. H 2 S0 4 rote Färbung, „die jedoch wenigerintensiv ist wie die, welche man mit dem gewöhnlichen Isapiol erhaltund die mehr nach gelb hingeht", Sdp. 296°, monoklin (Boekis): a:b:c =0,86863:1:0,46102; ß= 79°30' usw., wonach die Kristallform des Dill-isapiols völlig verschieden ist von jener des Petersilienisapiols. Bei der