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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Dillapiol: Vorkommen, Isolierung und Synthese

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Die ätherartige Bindung geht aus der Indifferenz des Dimethylapionolshervor, aus der Abspaltung zweier Methylgruppen mit HJ aus dem Apionu nd aus der Entstehung des n-Propyl(l)-oxymethyl(2)-oxy(3)-oxymethyl(5)-"enzols. Die Konstitution dieser Verbindung als die eben angegebenewies Thoms nach (vgl. oben). Die Natur der C 3 H.-Gruppe im Apiolergibt sich einmal aus der Invertierbarkeit des Apiols zum Isapiol, so-dann aus den optischen Konstanten (vgl. oben Eykman).

Geschichtlich gehört das Apiol zwar zu den am längsten bekanntenBestandteilen ätherischer Öle, denn der Petersilienkampfer ist als Ab-scheidung des Petersilienöls schon vor Jahrhunderten bemerkt worden.Die erste Analyse rührt indessen erst von Blanchet und Sell aus demJahre 1833 her, die zwar die richtige Formel (C 6 H 7 0 2 ) x aufstellten, abererst die Untersuchungen von Lindenbaum im Jahre 1867, alsdann die-jenigen von v. Geeichten im Jahre 1876 machten die Formel C 12 H 14 0 4wahrscheinlich. Jedoch erst in der letzten Periode 1887 bis zur Gegenwartkonnten die Untersuchungen von Ciamician und Silbee, Eykman, Ginsbehg-nsw. namentlich durch Aboxydation des Apiols zum Apiolaldehyd und zur^piolsäure, sowie durch Darstellung des Tribromids zeigen, daß im Apiolein Körper der Konstitution C 13 H 14 0 4 vorliegt. Die exakten Forschungenv on C. und S. zeigten alsdann "bis zum. Jahre 1890, daß Petersilienapiolein (l)-Allyl-(2, 3, 4, 5)-oxymethylen-oxymethylbenzol ist, indem die relativeStellung von Oxymethylen und Oxymethylgruppen unentschieden blieb.Diese Lücke füllte Thoms im Jahre 1903 aus, indem er nachwies, daß dasApiol ein (l)-Allyl-(2)-oxymethyl-(3,4)-oxymethylen-(5)-oxymethylbenzol ist.

Eine praktische Anwendung hat das Apiol bis auf einen beschränktenarzneilichen Gebrauch nicht erfahren.

C 12 H lA

356. Dillapiol

CH 2

iiCH

CH 2

U

H 3 COCf^>|CH

HaCod^JJcoco-

Vorkommen, Isolierung und Synthese. Das Dillapiol ist isomer mitdem Petersilienapiol und bisher im ostindischen und japanischenDillöl [Anethum Sowa D.O.) und in einem Maticoöl aufgefunden worden.Ciamician u. Silbee (B. 29, 1799) konnten aus der hochsiedenden Fraktioneines ostindischen Dillöls ein Apiol isolieren, das mit dem Petersilien-apiol zwar isomer, aber nicht identisch war. Thoms (Ar. 242, 328) unter-