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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Apiol: Identifizierung und Konstitution

bis 170°; es wird in heißer alkohol. Lösung durch alkohol. Kalilauge ineine /^-Verbindung vom Smp. 168—170° umgewandelt. — Das Diiso-nitrosobromisapiolperoxyd C 12 H n Br0 6 N 2 (A. und B., Gr. 22, II, 508)schmilzt in der «-Modifikation bei 131°, in der ß- Modifikation bei 127bis 128°. •— Das Diisonitrosonitroisapiolperoxyd (CH 2 0 2 )C 6 (N0 2 ).(OCH 3 ) 2 -C ---------C-CHg entsteht aus dem Diisonitrosoisapiolperoxyd und

N-O-O-NSalpetersäure: Smp. 132 — 133°. — Das Diisonitrosoisapiol (A. undB., G. 22, II, 402); «-Derivat

CH 2 0 2 -C 6 H(OCH 3 ) 3 .a

-C-CH,

N-OH HO-N

bildet sich bei der Beduktion des Diisonitrosoisapiolperoxyds mit Zink,

Eisessig und Alkohol: Smp. 154°; geht bei einstündigem Erhitzen auf

165° in die isomere /^-Verbindung vom Smp. 197—198° über. — Das Di-

isonitrosoisapiolanhydrid (CH 2 0 2 )- C e H(OCH 3 ), • C-----C-CH 3 schmilzt

" n n

N-O-N

bei 138°. — Das Diisonitrosobromisapiol C la H 13 BrN 2 0 6 (A. und B.,Gr. 22, II, 508) schmilzt gegen 220° und läßt sieb in eine isomere Ver-bindung C 12 H 13 Br0 6 N 2 vom Smp. 94—95° überführen.

Über Petersilienapiolpikrat und Isapiolpikrat machen Beuniund Toenani (Atti usw., Koma [V], 13, II, 184) Mitteilungen. Das Apiolgibt als Allylverbindung kein Pikrat, dagegen liefert das Isapiol ein PikratC 18 H 17 O n N 3 , rotbraune Nadeln vom Smp. 89—90°. Boeeis (Atti usw.Milano, 41, 29; Z. für Kristall. 40, 10-j) findet: Smp. 83°, monoklinePrismen, 0,9163:1:0,4226, ac = 89°55', Spaltbarkeit nach (110).

Identifizierung des Apiols. Das Apiol pflegt sich bei seinem Vor-kommen in ätherischen Ölen beim Abkühlen abzuscheiden; am bestenjedoch unterwirft man das Ol der fraktionierten Destillation, indem mandie im Vakuum bei 10 mm Druck bis ca. 150° übergehenden Anteilewegnimmt und den Best abkühlt bzw. die physikalischen Konstanten derum 294° siedenden Anteile bestimmt. Der Smp. des Apiols liegt beica. 30°, Sdp. ca. 294°, d 1% = 1,176, n D = 1,538. Von Derivaten ist dasTribromapiol vom Smp. 88—89° charakteristisch, während das Isapiolein Tribromid vom Smp. 122° liefert. Ferner eignet sich zur Identifizierungdes Apiols das Isapiol vom Smp. 55—56°, das seinerseits außer demerwähnten Tribromid ein Dibromid vom Smp. 75° und ein Monobrom-isapiol vom Smp. 51° gibt. Petersilienapiol sowie -isapiol liefern bei derOxydation den Apiolaldehyd vom Smp. 102° und die Apiolsäure vomSmp. 175°.

Die Konstitution des Apiols ergibt sich aus der Überführung desApiols in den Apiolaldehyd und in die Apiolsäure, welche ihrerseits indas Dinitroapion überführbar sind. Das Dinitroapion enthält die beidenNitrogruppen in o-Stellung, so daß die vier Sauerstoffatome ätherartiggebunden sein und ebenfalls in o-Stellung zueinander stehen müssen.