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1 (1914)
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kalium liefert. Reines Brom ist zur Versendung in größerenMengen nicht geeignet.

Brom wird zu photographischen Zwecken, als Arzneimittelund zur Herstellung organischer Verbindungen verwendet.

d) Jodverbindungen.

Jod kommt einerseits im Meerwasscr vor und reichert sichin den Seealgen und Tangen an, anderseits bilden Jodverbin-dungen stets einen Bestandteil des rohen Chilesalpeters. Auchin einigen natürlichen Salzsolen kommt es vor, die dann zuHeilzwecken benützt werden. Jod wird sowohl aus der Aschevon Tangen, als aus den Mutterlaugen der Verarbeitung desChilesalpeters dargestellt. Man laugt die Asche der Tange mitWasser aus und erhält dadurch unreines Jodnatrium, das manmit Eisenchloridlösung destilliert:

2 Na J + Fe 2 Cl e = 2 J + 2 Na Cl + 2 Fe Cl 2Jodnatrium Eisenchlorid Jod Chlornatrium Eisenchlorür.

Durch Sublimation wird dann das Jod gereinigt, es bildetviolett schimmernde Schüppchen, die sich erhitzt in violettenDampf verwandeln.

In den Mutterlaugen der Salpeterverarbeitung ist das Jodals Jodat vorhanden, es wird durch Natriumbisulfit abgeschieden:

2NaJ0 3 + 3Na.,SO s + 2NaHS0 3 = 5Na 2 SO t +Natriumjodat Natriumsulfit Natriumbisulfit Natriumsulfat+ 7 2 + H 2 0Jod Wasser.

Zur Darstellung von Jodsalzen, besonders Jodkalium undJodnatrium, wird Jod in kleinen Mengen in heiße Kali- oderNatronlauge eingetragen. Es bildet sich Jodalkali neben jod-saurem Alkali; um dieses in Jodalkali überzuführen, wird dasSalzgemenge mit Kohle gemengt und geglüht, worauf man mitWasser auslaugt und das Salz kristallisieren läßt. Die Bildungvon Jodaten läßt sich jedoch vermeiden, wenn man Jod aufAlkali bei Gegenwart von Kaliumthiosulfat einwirken läßt:

K 2 S 2 0 3 +10 KOH + 8 J = 8 KJ + 2K 2 SO i +Kaliumthiosulfat Kalilauge Jod Jodkalium Kaliumsulfat+ 5H 2 0Wasser.

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