Metallüberzüge und Metallfärbungen.
Durch Verwendung geeigneter Bäder läßt sich auch Messinggalvanostegisch niederschlagen, ebenso Silber und Gold, wobeimeist die leicht löslichen Zyandoppelsalze verwendet werden.
Um genau vorher bestimmte Mengen der Edelmetalle aufden zu versilbernden oder vergoldenden Gegenständen abzu-scheiden, bedient man sich der Roseleurschen Wage, die folgendeEinrichtung besitzt. Der Wagebalken einer empfindlichen Wage(Abb. 38) trägt an einem Ende die Wageschale S, an dem andereneinen an einem Bügel befestigten Metallring R. An diesem Ringehängen an dünnen Drähten die einzelnen Gegenstände in dasMetallbad B. Auf derselben Seite des Wagebalkens, an der sich
die Wageschale befindet, istein Metallstift m am Wage-balken angebracht, der ineinen Quecksilbernapf ntaucht. Dieser wird mit demnegativen Pole der Batterieverbunden, während der posi-. tive Pol durch eine von der
%,' Wage isolierte Klemm-
schraube mit der Anode a (in''■} der Abbildung als einfacher
Stab gezeichnet) in leitenderVerbindung steht. DieseWage wird in folgenderWeise benützt:
Sobald man die Gegen-stände an dem Ringe R be-festigt hat, bringt man die Wage durch Auflegen derTara auf die Wagschale ins Gleichgewicht. Ist dies erreicht,steht also der Wagebalken horizontal, so taucht derDraht m nicht in das Quecksilber, sondern sein Endebefindet sich knapp oberhalb des Quecksilberspiegels. Hierauflegt man jenes Gewicht auf die Wagschale, welches die aufden Gegenständen niederzuschlagende Metallschichte besitzensoll. Dadurch senkt sich die Wage nach der Seite des Gewichtesund nun taucht der Metallstift auch in das Quecksilber bei n ein.Der Kontakt des Stiftes mit dem Quecksilber stellt den Strom-schluß her und die Metallabscheidung auf den Gegenständenbeginnt. Wurde hier soviel Metall niedergeschlagen, als demaufgelegten Gewichte entspricht, so steht auch der Wagebalken
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Abb. 38. Roseleursche Wage.