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1 (1914)
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98
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Erdgas, Erdöl und Erdwachs.

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gewesen, wobei es sich in eine schwarze Masse verwandelt, sowird die Rührvorrichtung abgestellt. Nun lagert sich die Schwefel-säure, welche durch die aufgenommenen Verunreinigungen dunkelgefärbt ist, am Boden des Mischapparates ab und das gereinigtePetroleum kann abgezogen werden. Darauf folgt, wie angedeutet,in der gleichen Weise das Waschen mit Wasser, Natronlauge undschließlich nochmals mit Wasser.

Bei der kontinuierlichen Verarbeitung der Rohnaphtha sindgetrennte Kesselbatterien für die Gewinnung der verschiedenenFraktionen vorhanden, die in ununterbrochenem Strome durch-flössen werden. Für die Kerosindestillation wird nach v. Horlacherdie nach Möglichkeit von Wasser befreite Rohnaphtha durchPumpen in die Vorwärmer gedrückt. Diese sind große, meistgegen Wärmeverluste durch eine Ummauerung mit Ziegeln ge-schützte Eisenzylinder, in deren Innerem sich spiralförmige Rohrebefinden. Diese durchfließen die aus dem Kessel kommendenRückstände, wodurch deren Wärme ausgenützt wird. Die Naphthanimmt hier eine Temperatur von 70 bis 100° an und wird voll-ständig von der Feuchtigkeit befreit. Dann fließt sie nach derKesselbatterie, wobei in jedem Kessel schwere Destillate ab-gespalten werden, und sendet die Rückstände durch die Vor-wärmer oder besondere Kühler in die Masutbatteriebehälter.

Die gebräuchlichsten Kessel sind Walzenkessel mit einemFlammrohr, das den ersten Feuerzug bildet. Dann gehen diezweiten Feuerzüge an den Seiten, der dritte am Boden des Kessels,der dann in den Fuchs mündet. Zwischen den Kesseln bestehtein Niveauunterschied von etwa 50 cm; er beträgt, bezogen aufdie ganze Batterie, bis zu 2 m.

In die Kerosinkessel leitet man während der Destillationauf etwa 250° erhitzten Dampf durch Rohre, die von oben ein-treten, sich bis zum Flammrohre senken, sich dort in zwei Rohreteilen, die am Flammrohre bis zum Kesselboden hinabgehen undhier von einem Ende des Kessels bis zum anderen hinstreichen.Durch drei Reihen nach unten gerichteter Öffnungen strömt derDampf aus. Als täglich verarbeitetes Naphthaquantum rechnetman den vierfachen Inhalt der Kesselbatterie. Die entweichendenDämpfe treten durch den Kesselhelm in einen Dephlegmator,der nur bei den Kesseln, welche die leichtesten Destillate liefern,fehlt, und dann durch spiralförmige, sich verjüngende Wasser-kühler in einen Empfangsraum, wo die Destillate gesammelt undnach Bedarf gemischt werden.

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