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Erdöl.
3. Reinigung der Leuchtöle. Das für Beleuchtungszweckebestimmte Petroleum muß ganz bestimmten Anforderungen ent-sprechen, der Entflammungspunkt darf nicht unterhalb einergewissen Temperatur liegen, sie dürfen keine verharzenden Be-standteile enthalten usf. Dies wird durch die weitere Reinigungerreicht.
4. Verarbeitung der Rückstände. Der „Masut" enthält nochzahlreiche technisch hochwichtige Bestandteile, wie Schmieröle,Paraffin usw., auch können aus den schweren Ölen durch den„Cracking-Prozeß" wieder zum Teil leichte Öle mit niederemSiedepunkte hergestellt werden.
Bei dem periodischen Betriebe wird das Rohöl in sehr ge-räumige, schmiedeeiserne Destillierblasen gefüllt und unter Ver-wendung direkter, den Kessel bespülender Feuerung bis auf300° erhitzt. Die Destillate, und zwar einerseits Rohbenzine,andererseits die Leuchtöle, werden gesondert aufgefangen undweiter verarbeitet. Der im Destillationskessel hinterbleibende„Masut" wird entweder verfeuert oder ebenfalls weiter ver-arbeitet. Dies geschieht abermals durch Destillation, doch unterAnwendung verminderten Druckes, wobei nur eine Temperaturvon 200 bis 300° angewendet zu werden braucht. Die über-destillierenden Fraktionen bestehen aus Solarölen, Spindelöl,Maschinenölen, Zylinderölen und schließlich aus Schwerölen. Ausden paraffinhaltigen Schwerölen kann durch Abkühlung, in gleicherWeise wie aus dem Braunkohlenteer, Paraffin abgeschiedenwerden. Im Kessel hinterbleiben dann, je nach dem Grade derAufarbeitung des Masut, flüssige Rückstände („Residuen"), pech-artige Massen („Goudron") oder poröser Koks.
Zur Darstellung von Handelsware müssen diese Destillatenoch weiter gereinigt, raffiniert werden. Dies geschieht durchMischen mit konzentrierter Schwefelsäure, wodurch gewisse Be-standteile verkohlt werden. Dann wird das Destillat in den Misch-apparaten gründlich mit Wasser und mit Natronlauge gewaschen,um die Säure zu entfernen, worauf schließlich nochmals mitWasser gewaschen wird.
Die Mischapparate bestehen aus entsprechend großen Gefäßen,in welchen entweder aus einem mit vielen Löchern versehenenRohre Luft unter Druck ausströmt, die die Flüssigkeit durch-streicht und in lebhafter Bewegung erhält, oder es wird der gleicheZweck durch Anwendung von Rührwerken erreicht. Ist dasrohe Leuchtöl genügend lange mit der Schwefelsäure in Berührung
B e r s c h, Technologie I.
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