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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Heterokarbozyklische Verbindungen.

*Chininum sulfuricum, (C 20 H ä4 N 2 O 2 ) 2 H 2 SO 4 + 8H 2 0, istsehr scliwerlösl. in W., hingegen leichtlösl. bei Zusatz von etwasSchwefelsäure als Chininbisulfat, (C 20 H 24 N 2 O 2 )H 2 SO 4 .

*Chininum hydrochloricum, C 20 H 24 N 2 O 2 'HCl + 2H 2 0,weiße Kristallnadeln, lösl. in 34 T. W.

*Chininum ferro-citricum, Eisenehininzitrat, bildet rot-braune, durchscheinende Blättchen, leichtl. in W.

*Chininum tannicum, gelblich amorph, ist schwer löslich.

Zinchonin, C 19 H 22 N 2 0 (Struktur s. Chinin), bildet bittere Pris-men, schwerl. in Wg., bei 255° schmelzend.

Zinchonidin, C 19 H 22 N 2 0, stereoisomer dem Zinchonin, auchaus dem Zinchonin durch Umlagerung darstellbar, bildet große,bei 203° schmelz. Prismen, leichtl. in Wg.

Chinidin, C 20 H 24 N 2 O 2 , Methoxylzinchonidin, bildet mit2 J / 2 Mol. H 2 0 große Prismen, wasserfrei bei 172° schmelz.

3. Isochinolinderivate.Papaverin, C 20 H 21 NO 4 , enthält einen Dimethoxylbenzylringverkettet mit einem Dimethoxylisochinolinring. Es findetsich bis zu 1 Proz. im *Opium (s. unten), u. bildet bei 147° schm.,opt. inaktive Prismen.

Hydrastin, C 21 H 2 ,N0 6 , schm. beil32°,gibt oxydiert Opiansäure,C 10 H 10 O 5 (S. 55)3, findet sich im *Rhizoma Hydrastis neben

Hydrasiinin. CuHnNO,; + H 2 0; dieses enthält einen Äthylen-/CH^ yCH« dioxyisoehinolinring. *Hydr-

r\.(\ \f T^miT 1 as tininum hydrochloricum,

I JM^sJ ChHuNOj'HCI; ' bildet gelbliche

" s "\q./; A qjt Nadeln, bei 210° schmelz., lösl.

. ^s „ in W. mit blauer Fluoreszenz.

\CH^ \CIF Berberin, C 20 H 17 NO 4 , enthält

einen Hydrastinin- u. Isochinolinring mit einem gemeinsamen C-u. N-Atom, findet sich in den Berberisarten, in der *Radix Co-lombo, im *Rhizoma Hydrastis, in der Rinde von Geoffroya jamai-censis, Xanthoxylum clava u. vielen anderen zum Gelbfärben be-nutzten Pflanzen u. bildet mit 6 Mol. H 2 0 gelbbraune, bei 145°schmelz., opt. inaktive Nadeln. Das Nitrat ist schwerlöslich.

Narkotin, C 22 H 23 N0 7 , Methoxylhydrastin, findet sich bis6 Proz. im *Opium, bildet bei 176° schmelz. Prismen; seine Jod-methylverb, gibt beim Erhitzen mit Basen Narzei'n: C 2 ,H, 3 N0 7 'CH 3 J+ KOH = C 23 H 27 S0 8 + KJ (s. S. 576). Narkotin gibt oxydiertOpiansäure, Ci 0 H 10 O 5 (S. 553), sowie

Kotarnin, C 12 H 13 N0 3 + H 2 0, Methoxylhydrastinin.

Kotarninhydrochlorid findet med. Anw. als Styptizin,orthophtalsaures Kotarnin als Styptol.

Jateorrhizin, C 20 H 21 NO 6 , neben Kolumbamin, C 2I H 22 N0 5 , u.Palmatin, C 22 H 25 N0 6 , in der *Radix Colombo, besitzen eine demBerberin ähnliche Konstitution u. bilden gelbe Krist.

4. Phenanthrenderivate.Opiumalkaloide. *Opium, der eingetrocknete Milchsaft der un-reifen Mohnkapseln, enthält über 20 Alkaloide, gebunden an