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Aliphatische Verbindungen.
Z. B. entsteht schon beim Schütteln einer Lös. von Harnsäurein sehr verd. Alkalilauge mit Jodmethyl die Tetramethylharnsäure,C 6 (CH 8 ) 4 N 4 0 3 , die mit POCL, behandelt Chlorkaffein gibt, das mitnasz. H Kafi'ein liefert:
3C 6 N 4 0 3 (CH 3 ) 4 + POCl 9 = 3C 6 N 4 0 2 (CH 3 ) 3 C1 + PO(OCH 3 ) 3 ;ebenso entsteht aus Trimethylharnsäure das Theobromin.
Zur Bezeichnung der Konst. der Purinderivatewerden die Ringatome der Purinstrukturformel in nach-erwähnter Anordnung mit Zahlen versehen.
16 5
2 N = CrTC-NH 8HC< ii >CH.
^N------ G~ N
3 4 9
Purin.
NH-CO-C-NHHC< xt -------- ii,_ xt >CH.
N=C(NH 2 )-C-NHH0 <xt -----------ß_„>CH.
*N~
N*
"TT
"C—N*
Hypoxanthin. 6-Oxypurin.
nr , NH-CO-C-NH „°°<NH— 0-N> CH -
Xanthin, 2.6-Dioxypurin.
Adenin, 6-Aminopurin.
NH"CO-C"NH(H,N)C< N -------- Ö _ N >CH.
G-aanin, 2-Amino-6-Os:ypurin.
NH-CO-C-NHTSTH ------CTNH^
Harnsäure, 2.6.8-Trioxypurin.
Purin, C 5 H 4 N 4 (Struktur oben), wird aus Harnsäure erhalten(s. S. 497) u. bildet in W. leichtl., neutrale, bei 216° schm. Krist.,mit Säuren u. Basen Salze bildend. Gechlorte Purine dienen zurSynthese der Derivate derselben (s. S. 497).
Adenin, C 5 H 3 N 4 (NH 2 ), 6-Aminopurin, in den Nukleinen, inder Milz, im Pankreas, Tee usw. vorkommend, krist. mit 3 Mol-H 2 0, u. gibt mit HN0 3 abgedampft die Reaktion wie Hypoxanthin.
Hypoxanthin, Sarkin, C 5 H 4 N 4 0, 6-Oxypurin (s. oben).
Vork. Fast stets mit Xanthin, allgemein in Tieren u.Pflanzen verbreitet, wo es durchweg den Nukleinsäuren ent-stammt; namentlich in den Nukleinen, im Fleische, Harn,Gehirn, Pankreas, der Milz, Leber, Niere, in vielen Pflanzen-keimen, in den Zuckerrüben, jungen Kartoffeln, im Tee usw.
Darst. 1. Synth, durch Einw. von salpetriger Säure aufAdenin: C 5 H 3 (NH 2 )N 4 + HN0 2 = C 6 H 4 N 4 0 + H 2 0 + N,.
2. Gew. aus Fleischextrakt, dessen wäss. Lös. man mit Silber-nitratlös. fällt, dann die Fällung in verd. heißer Salpetersäure löstu. erkalten läßt, worauf sich die Nitrate des Hypoxanthin-, Guanin-u. Adeninsilbers abscheiden, welche auf komplizierte Art getrenntwerden, während Xanthinsilber gelöst bleibt.
Eigensch. Mikrokristallin., schwerl. Pulver, sich mit Säuren u.Basen verbindend; mit HNO a abgedampft gibt es fast farblosenRückstand, der mit Alkalilauge orange wird.
Guanin, C 5 H 3 (NH 3 )N 4 0, Aminohypoxanthin (s. oben).
Vork. In den Nukleoalbuminen, Schnecken, Zephalopoden,im Guano, Pankreas, in der Milz, Leber, Lunge, in den