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Karbamid- und Purinderivate.
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idin
,NH(CH S ) p /N p T ^NH 2
-CHrCOOH + U --NH 2 - ^"^(CHaXCHj-COOH).Eigenseh. Es bildet mit 1 Mol. H 2 0 neutrale Prismen, schwerl.in W. u. verbindet sich mit Säuren u. Salzen. Beim Kochen mitBariumhydroxydlös. zerfällt es unter H 2 0-Aufnahme in Sarkosinu. Harnstoff: 0 4 H 9 N 3 0 2 + H„0 = CO(NH 2 ) 2 4- C 3 H 7 N0 2 ; mit verd.Säuren erhitzt gibt es unter H 2 0-Abspaltung Kreatinin.
Kreatinin, C 4 H,N 3 0 oder C(NH)<(™ h ^ , Glyko-
lylmethylguanidin, ist das innere Anhydrid (Laktam)des Kreatins. York. Im Harn, in geringer Menge imMuskelsaft u. in der Milch.
Dar st. 1. Gew. durch Erhitzen von Kreatinlös. mit verd.Mineralsäuren. 2. Aus der Mutterlauge des Kreatins beidessen Darst. aus Fleisch, indem man es aus derselben mitZinkchlorid (s. unten) ausfällt.
Eigenseh. Neutrale Prismen, in 11 T. W. lösl., FEHLiNGscheLös. reduzierend, mit Säuren u. Salzen sich verbindend; mit Basengeht es beim Erwärmen, unter H 2 0-Aufnahme, wieder in Kreatinüber; seine wichtigste Verbindung ist (C 4 H 7 N 3 0) 2 'ZnCl 2 , welcheaus Kreatininlös. durch Zinkchlorid als schwerl., kristallin. Pulvergefällt wird (Bestimmung im Harn; Trennung von Kreatin).
Selbst Spuren lassen sich in Lös. (z. B. im Harn) nachweisendurch die vorübergehende,rubinroteFärbung, welche durch verd. Na-triumnitroprussidlös. u. folgenden Zusatz von Alkalilauge auftritt.
2. Säurederivate.
Im Harnstoff können wie im Ammoniak die H-Atomedurch Alkyle, durch Säureradikale oder durch Säurereste,welche noch Karboxylgruppen enthalten, ersetzt werden.
Die den Aminen analogen Alkylderivate heißenUrei'ne oder zusammengesetzte Harnstoffe; sie sindin großer Anzahl bekannt u. verhalten sich wie Harnstoff,z. B. (CH 3 -)HN-CO-NH(-CH 3 ), Dimethylharnstoff undH 2 N-CO'NH(-CHBr-CH=(CH 3 ) 2 ,Bromisovalerianylharn-stoff; letzterer findet als Bromural med. Anw.
Die den Amiden analogen Säurederivate heißenUre'ide (bzw. Diureide).
Viele Ure'ide verhalten sich wie Säuren, obwohl siekeine Karboxylgruppen enthalten; der Säurecharakter wirddann durch die Karbonylgruppen bewirkt, welche die bas.Eigensch. der benachbarten Imidogruppe = NH derart modi-fizieren, daß deren H-Atom durch Metall ersetzt werden kann.