Verbindungen einwertiger Kohlenwasserstoffradikale. 383
Hexylalkohole C 6 H 14 0. Karnaubylalkohol C 24 H 60 O.
Heptylalkohole C 7 H 16 0. Zerylalkohol C 2e H M 0.
Oktylalkohole C 8 H 18 0. Myri%ylalkohol C ao H 6!! 0.
Eigensoh. Dieselben werden als Verb, der einwertigenKohlenwasserstoffradikale mit HO-Gruppen AlkylhydroxydeDz w. Alkylalkohole genannt. Die niederen Glieder sindfarblose, wasserlösl., die mittleren Glieder nur wenig in W.lösl. Flüss., von weingeistigem oder fuseligem Gerüche u.brennendem Geschmacke, die höheren Glieder, von C 12 H 26 0an, sind fest, in W. unl. u. meistens geschmack- u. geruchlos.
Vom Propylalkohol an kennt man isomere Alkohole, alsPrimäre, sekundäre u. tertiäre Alkohole bezeichnet, welchesich durch ihr Verhalten bei der Oxydation u. ihre ab-weichenden Siedepunkte unterscheiden (S. 372).
Alle Alkohole sind neutral, verhalten sich aber insofernw ie Basen, als sie mit Säuren salzähnliche neutrale u. saureVerb., die Ester u. Estersäuren (S. 371), bilden.
Beim Erhitzen mit konz. Schwefelsäure geben primäreu - sekundäre Alkohole ihre Anhydride, die Äther (S. 370).
Dieser Vorgang läßt sich nicht als einfache Wasserenlziehung'Qit Hilfe der Schwefelsäure erklären (s. Athyläther).
Beim Erhitzen mit überschüssiger, konz. Schwefelsäure°der anderen wasserentziehenden Stoffen entstehen die zwei-wertigen Kohlenwasserstoffe, z. B. C 2 HrOH = C 2 H 1 + H 2 0.
Halogene (namentlich Chlor) wirken nicht direkt sub-stituierend, sondern spalten erst H-Atome ab, z. B. C 2 H B ~OH+ 2C1 = 2HC1 + C 2 H 4 0 (s. Chloral); man erhält daher dieHalogenderivate der Alkohole nur indirekt, z. B. C 2 H 4+ HCIO = C 2 H 4 CrOH (Athylenchlorhydrin).
Mit den Halogensäuren (S. 360), leichter mit den Halidenyss Phosphors, geben sie einfach chlorierte, bromierte u.Jodierte Kohlenwasserstoffe (S. 388.10), also Halogenester.
Mit Kalziumchlorid bilden sie krist. Verb., die durchW. wieder zerfallen (Methode der Reinigung, s. S. 389).
Sie lösen, wie W., Alkalimetalle unter H-Entwicklungau f, u. es entstehen kristallin. Verb., die Metallalkoholate,Welche sich mit W. zu Alkohol u. Alkalihydroxyd umsetzenu - ihr Metall leicht gegen andere einwertige Elemente oderRadikale austauschen; z. B.CHg-OH + Na = H + CH s -0-JSTa (Natriummethyläther).CH 3 "ONa + CH S J = NaJ + CH 3 -OCH s (Methyläther).