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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
Entstehung
Seite
382
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Aliphatische Verbindungen.

geschieden u. der zurückbleibende dicke Rückstand im Vakuumdestilliert u. als Schmieröl, Vulkanöl, Paraffinöl, welchesmehr oder minder braun gefärbt ist, in der Technik verwendet.

Reines Paraffinöl, Vaselinöl, *Paraffinum liquidum,aus Vulkanöl durch Entfärben mit Tierkohle erhalten, ist einefarblose, ölige Flüss., zur Herstellung der Paraffinsalbe dienend.

Vasogene, Vasol, heißt ein Gemenge von Paraffinöl mitAmmoniumoleat, welches als Salbengrundlage dient.

Vaseline, Mineralfett, Vaselinum, heißen die durchReinigen des Blasenrückstandes erhaltenen, butterweichen, gelbenbis braunen oder durch Tierkohle entfärbten u. dann weißenParaffine, welche zu Salben an Stelle von Fetten dienen, da sienicht wie letztere ranzig werden.

Naftalan heißen mit Seife gemischte, braune butterweicheKohlenwasserstoffe, welche durch Dest. aus kaukas. Petroleum(S. 381) gewonnen werden u. med. Anw. finden.

Feste Paraffine. Im Handel u. in der Technik heißennur die festen Grenzkohlenwasserstoffe Paraffine*, die-selben finden sich ziemlich rein im Erdreiche als gelbe bis brauneweiche Massen, Erdwachs, Neftigil, Ozokerit genannt, oderwerden durch Abkühlen aus den höchstsied. Teilen des amerik.u. indischen Petroleums, sowie aus dem Braunkohlenteer abge-schieden; diese Rohparaffine werden durch Schwefelsäure von denfremden Bestandteilen befreit, gewaschen u. mit Knochenkohleentfärbt, worauf sie als Paraffin, Zeresin, Belmontin inweißen, durchscheinenden oder kristallin. Massen in den Handelkommen, welche bei 40 bis 80° schmelzen u. namentlich zurKerzenfabrikation dienen. *Paraffinum solidum schmilzt bei74 bis 80° u. gibt mit Paraffinöl verschmolzen, die wie Vaselinegebrauchte Paraffinsalbe, *Unguentum Paraffini.

Verbindungen durch Mono Substitutionvon den ges. Kohlenwasserstoffen sich ableitend.Substituiert man in den ges. Kohlenwasserstoffen C n H 2n+2ein H-Atom, so enthalten die entstehenden Verb, die Kohlen-wasserstoffradikale C n H 2n+1 . Dieselben können wie alleungeradwertigen Radikale frei nicht existieren (S. 368) u.heißen gemeinsam Alkyle, die einzelnen Methyl, Äthyl,Propyl usw. (S. 368), welche Namen häufig auch bei Benennungder sich von ihnen ableitenden Verb, als Wortstamm dienen.

1. Einwertige Alkohole.Allgemeine Formel C n H 2n+1 OH.Methylalkohol CH 4 0. Nonylalkohole

Äthylalkohol C 2 H 6 0. Dekylnlkohole

Propylalkohole C„H 8 0. Dodekylalkohole

Butylalkohole C 4 H 10 0.Amylalkohole C 5 H 12 0.

C 10 H 22 O.C 12 H,„0.

Tetran'ekylalkohole C u H 30 O.Zelylalkohol C 16 H 34 0.