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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Ermittelung der Zusammensetzung usw.

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ganzen Seitenkette nur das direkt am Benzolkern befindlicheC-Atom in die COOH-Gruppe verwandelt wird, während die an-deren C-Atome abgespalten u. oxydiert werden, z. B. gibt dieVerb. C 6 H 4 = (CH 3 ) S + 60 = C 3 Hr(COOH) 2 + 2H 2 0, die isomereVerb. CsHrCHj-CH, + 60 = CJLfCOOH + C0 2 + 2H 2 0; esliefern also alle Benzolderivate mit einer Seitenkette Benzoesäure.C 6 H 5 ~COOH oder deren Derivate, mit zwei Seitenketten die Phtal-säuren C 6 H 4 (COOH). usw., so daß man aus der Anzahl der COOH-Grruppen der erhaltenen Säuren (aus deren Basizität) auf die An-zahl der vorhanden gewesenen Seitenketten schließen kann.

Auch die Reduktionsprodukte derC-Verb. gestattenhäufig einen Schluß auf deren Konstitution.

Z. B. kann man Nitroverb. von isomeren Nitritestern unter-scheiden, da erstere mit nasz. H Amidoverb., letztere Alkohole geben:C s H 5 -NO s + 6H = C 9 H 6 -NH 2 + 2H 2 0,

Nitroäthan. Äthylamin.

C s H 5 ~0~NO + 6H = C,H 6 - OH + NH 3 + H 2 0;

Äthylnitrit. Äthylalkohol.

hieraus ergibt sich auch, daß bei den Nitroverb. die betr. Radi-kale direkt an das N-Atom gebunden sind, bei den Nitritesternaber diese Bindung durch ein O-Atom vermittelt wird.

Primäre Schwefligsäureester geben mit nasz. H Alkohole, dieisomeren Sulfonsäuren aber Merkaptane:

C 2 H 5 "0"SO~OH + 6H = C,H B - OH + 2H 2 0 + H 2 S,

Äthylschweflige Säure. Äthylalkohol.

C 9 H 6 -S0 2 -OH 4- 6H = C 2 H 5 -SH + 3H 2 0;

ÄthyJsulfonsäure. Äthylmerkaptan.

hieraus ergibt sich auch, daß bei den Merkaptanen die betr. Radi-kale direkt an das S-Atom gebunden sind, während bei den prinvSchwefligsäureestern diese Bindung durch 1 O-Atom vermittelt wird.Die mehr oder minder leichte Abspaltbarkeit ge-wisser Atomgruppen läßt auf die Stellung von derenKomponenten an benachbarten oder entfernteren C-Atomen im Mol. schließen. Z. B. sind die zyklischen Ortho-verb. (s. diese) dadurch charakterisiert, daß sie durch H,0-Ab-spaltung leicht innere Anhydride bilden:

c A<G§:-COOH S ibt °A<CH > C0 + H * 0 '

o-Amidophenylessigsäure. Oxindol.

c.h 4 <*

CO-COOH

-CO

NH 2

Isatinsäure.

gibt C,H*<*n >COH + H 2 0.

Tritt bei dieser Wasserabspaltung bei den o-Aminosäuren ausder NH 2 -Gruppe nur 1 H-Atom aus, so heißt dies Laktambildung(s. Beispiel 1), treten aus der NH 2 -Gruppe beide H-Atome aus,so heißt dies Laktimbildung (s. Beispiel 2).

Viele Orthophenylendiaminderivate, z. B. die Azetyl-, Propio-nyl-, Benzoylderivate, geben unter Wasserabspaltung Benzoldiazole,

Arnold, Repetitorium. 13. Aufl.

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