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Metalle und deren Verbindungen.
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Sulfiden wird es zu Sulfogoldsalzen (S. 203) gelöst, welche siebvon der frei unbekannten Sulfogoldsäure, H 8 AuS 3 , ableiten.
d. Erkennung der Goldverbindungen.
1. Mit Soda auf Kohle geglüht, liefern sie gelbglänzende,dehnbare Goldkörnehen ohne Beschlag.
2. Zink, Eisen, Kupfer, Silber u. viele andere Metalle, fernerviele reduz. Stoffe, z. B. Ferrosulfat, Arsentrioxyd, Schwefeldioxyd,Oxalsäure, fällen aus Goldlös. Gold als braunes, glanzloses Pulver,welches beim Reiben Metallglauz annimmt.
3. Schwefelwasserstoff 1 fällt schwarzes Aurisulfid, unl. in HN0 3 ,leichtl. in gelbem Ammoniumsulfid zu (NH 4 ) 8 AuS 3 .
4. Stannochloridlös., die etwas Stannichlorid enthält, erzeugtin Goldlös. purpurrote Fällung eines Gemisches von Zinnhydroxydenu. kolloidem Gold, der als Cassius'scher Goldpurpur zurPorzellanmalerei u. Goldrubinglasdarst. dient.
2. Platin.Atomgewicht 195,0 = Pt.Vork. Stets gediegen u. zwar legiert mit den übrigenPlatinmetallen u. mit Gold, Kupfer u. Eisen als Platinerz.
Barst. Man behandelt Platinerz mit verd. Königsw., welchesdas Gold, Kupfer u. Eisen löst. Hierauf behandelt man mitstarkem Königsw., welches die Platinmetalle löst, außer Osmiumu. den größten Teil des Iridiums, die legiert zurückbleiben.
Die erhaltene Lös. dampft man etwas ab u. setzt Ammonium-chlorid zu, wodurch Pt als Ammoniumplatinichlorid, (NH 4 ) 2 PtCl 6 ,gemengt mit etwas Ammoniumiridichlorid, (NH 4 ) a IrCJ 6 , fällt; dieseFällung wird geglüht, worauf iridiumhaltiges Pt als graue, poröseMasse (Platinschwamm) zurückbleibt; dieses wird im Knallgas-gebläse geschmolzen u. in Formen gegossen.
Die vom Ammoniumplatinichlorid abfiltrierte Lös. enthältnoch die Chloride des Palladiums. Rhodiums, Rutheniums, Iridiums,welche durch Eisen gefällt u.nach versch.Methoden getrennt werden.
Eigenseh. Weißes, weiches Metall vom spez. Gew. 21,5,bei 1775° schmelzend, bei Weißglut schweißbar, nur inKönigsw. lösl. u. durch kein Oxydationsmittel direkt oxydier-bar, daher in der Chemie zu Gefäßen ausgebreitete Ver-wendung findend; da Platin denselben Ausdehnungskoeffi-zienten wie Glas hat, dient PJatindraht dazu, elekt. Leitungenluftdicht in Glas einzuschmelzen (elekt. Glühbirnen).
Von schmelzenden Hydroxyden, Sulfiden, Nitraten, Zyanidender Alkalimetalle wird es angegriffen; mit Phosphor, Arsen,Antimon, Bor, Si u. den meisten Metallen bildet es leichtschmelzendeLegierungen, so daß man diese Metalle u. deren leicht reduzierbareVerb, nicht in Platingefäßen glühen darf; beim Glühen mit Kohle