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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Elemente u. Verb, der Goldgruppe.

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Jetzt bezeichnet man den Gehalt an Legierungen durchTausendstel; deutsche Goldmünzen haben einen Feingehaltvon 90 7 1000 , d. h. enthalten x / 10 Kupfer.

b. Verbindungen des einwertigen Golds.

Aurooxyd, Au 2 0, entsteht durch Einw. von Alkalihydroxydenauf Aurochlorid als dunkelviolettes Pulver, bei 250° in Au 2 + 0,durch Salzsäure in AuCl 3 + Au zerlegt werdend.

Aurohydroxyd, Au(OH), fällt aus reduzierten Aurisalzlös. alsviolettes Pulver, in reinem W. blau löslich.

Aurochlorid, AuCl, entsteht beim Erhitzen von Aurichlorid auf180° als weißes Pulver, unl. in W., beim Glühen in Au + Cl,beim Kochen mit W. in AuCl 3 + 2 Au gespalten werdend.

Aurosulfid, Au 2 S, aus AuCl durch H 2 S, als graues Pulverfallend, soll lösl. in reinem W. sein.

c. Verbindungen des dreiwertigen Golds.

Aurioxyd, Au 2 0 3 , Goldsäureanhydrid, entsteht aus Mag-nesiumaurat mit konz. Salpetersäure: Mg(Au0 2 ) 2 + 2HN0 3 =Mg(N0 3 ) 2 + H 2 0 + Au 2 0 3 , als braunes Pulver, das sich wie Auri-hydroxyd verhält, u. bei 250° in Au 2 + 0 3 zerfällt.

Goldoxydammoniak, Au 2 0 3 + 4NH 3 , Knallgold entstehta ls brauner explodierender Niederschlag aus Aurichloridlös. mit NH 3 .

Aurihydroxyd, Au(OH) 3 , Goldsäure, entsteht aus Magnesium-a urat (s. unten) mit verd. Salpetersäure: Mg(Au0 2 ) 2 + 2HN0 3 +2H a O = Mg(N0 3 ) 2 + 2Au(OH) 3 , als rotbraunes Pulver, das sich amLichte unter O-Entw. zersetzt; von Oxysäuren wird es nicht an-gegriffen, in Alkalilauge löst es sich zu Alkaliauraten.

Goldsaure Salze oder Aurate leiten sich von der frei nichtoekannten Metagoldsäure, HAu0 2 , ab. Erwärmt man Auri-chloridlös. gelinde mit Magnesiumoxyd, so erhält man eine gelbeEällung von Magnesiumaurat, Mg(Au0 2 ) 2 ; wird Aurichloridlös.nüt Kalilauge versetzt, so fällt Aurihydroxyd, das sich im Über-schusse der Kalilauge zu Kaliumaurat, KAu0 2 , löst, welchesbeim vorsichtigen Abdampfen in gelben Nadeln erhalten wird.

Aurichlorid, AuCl 3 , braunes Goldchlorid, entsteht beimErhitzen von Goldpulver in Chlorgas als braune, kristallin., zer-fließliche Masse, welche für sich erhitzt bei 180° in AuCl + Cl 2zerfällt-, beim langsamen Verdampfen seiner wäss. Lös. scheidetes sich als AuCl 3 4- 4 H 2 0 in gelben Nadeln ab.

Aurichlorwasserstoffsäure, H AuCl 4 , gelbesGoldchlorid, scheidetsich mit 4 Mol. H,0 in gelben Krist. ab beim Verdampfen derLös. von Gold in Königsw. bei Gegenwart von HCl.

Goldchlorwasserstoffsaure Salze oder Chloroaurateentstehen beim Abdampfen der gemischten Lös. von Aurichloridmit den entspr. Metallchloriden in gelben Krist, z. B. Natrium-chloroaurat, NaAuCl,,, das Goldsalz der Photographen.

Aurisulfid, Au 2 S, fällt als schwarzer Niederschlag aus Auri-salzlös. durch H 2 S; von Säuren löst es nur Königsw., von Alkali-