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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Elemente u. Verb, der Sauerstoffgruppe.

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den Dampf in einer abgekühlten Vorlage (S. 73); hierbeibleiben alle gelösten festen Bestandteile in der Retortezurück, da sie mit den Wasserdämpfen nicht flüchtig sind,während mit dem zuerst entstehenden Dampfe die im W.gelösten Gase (Luft, Kohlendioxyd, Ammoniak) entweichen,weshalb der erste Teil des Destillates zu verwerfen ist.

Destillierte Wässer. Durch Dest. von W. mit Pflanzen-teilen, welche mit Wasserdämpfen flüchtige Stoffe enthalten, erhältman Destillate, welche den Geruch u. Geschmack der Pflanzenteilebesitzen u. med. Anw. finden, z. B. Bittermandelw. (*Aqua Amyg-dalarum amararum), Zimtw. (*Aqua Cinnamomi), Fenehelw. (*AquaPoeniculi), Pfefferminzw. (*Aqua Menthae piperitae) usw.

Eigenseh. Reines W. ist eine geschmack- u. geruchloseFlüss., in dünnen Schichten farblos, in Schichten von 6—8 man deutlich blau, kaum zusammendrückbar, ein schlechterLeiter der Wärme u. der Elekt.; es ist neutral, d. h. es hatweder saure noch alkal. Eigensch., bildet aber mit bas. OxydenBasen, mit säurebildenden Oxyden Säuren (S. 119 u. 121).

Die Alkali- u. Erdalkalimetalle zersetzen W. schon beigew. Temp., die übrigen Metalle (ausgenommen Blei, Wismut,Kupfer, Quecksilber, Silber, Platin, Gold), sowie von denMetalloiden die Kohle, erst bei höherer Temp. unter Ab-scheidung von Wasserstoff (S. 130).

W. besitzt für die meisten Stoffe ein mehr oder mindergroßes Lösungsvermögen (s. Lös., S. 47), wobei es jedochElektrolyte in ihre Ionen zerlegt; diese Spaltung durch W.,wobei dasselbe nicht am Vorgange teilnimmt, heißt elektro-lytische Dissoz. (S. 57); die Spaltung ehem.Verb, unterBeteiligung der Mol. des Wassers am Vorgang heißthingegen Hydrolyse.

Dieselbe findet zuweilen schon bei gew. Temp. statt, z. B. beider Spaltung der Halogenverb, der Metalloide (PC1 3 + 3 HÖH =H3PO,, + 3HCl), der Wismut- und Antimonsalze (e. diese); beiorg. Verb, findet die Hydrolyse meistens erst bei höherer Temp.statt u. wird bei den einfacher konstituierten Verb. (z. B. bei denÄthern, Amiden, Estern) auch oft Verseifung genannt, da siedem Vorgänge bei der Seifenbild. (s. Glyzerin) ähnlich verläuft.

Unter Beteiligung der Ionen des W. stattfindende Spal-tung von Salzen, die aus einer schwachen Base u. einer starkenSäure (oder umgekehrt) gebildet wurden, heißt hydrolytischeDissoz. (S. 62), da sie nach Entfernung der spaltenden Ursache(hier der Ionen des W.) wieder rückgängig gemacht werden kann.