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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Nichtmetalle und deren Verbindungen.

ferner als eines der Produkte der Verbrennung aller org.H-haltigen Stoffe, des Atemprozesses der Tiere, der Ver-einigung von Säuren mit Basen zu Salzen (S. 123) usw.

Bild. 1. Durch Verbrennen von Wasserstoff inSauerstoff oder Luft (wobei deren Sauerstoff die Ver-brennung unterhält): 2H + O = H 2 0.

2. Durch Vereinigung von 2 Volum Wasserstoffu. 1 Volum Sauerstoff (Synthese desW.); diese Mischungheißt Knallgas, da sich beide Gase unter starker Explosionvereinigen, wenn man sie durch brennende Stoffe oderPlatinschwamm oder den elekt. Funken entzündet.

Die Explosionstemp. des Knallgases liegt zwischen 500° u.600°, d. h. bei dieser Temp. wird die Reaktionsgeschwindigkeitbeider Gase außerordentlich beschleunigt (S. 94); bei etwa 200°findet nur langsame Verbrennung ohne Explosion statt.

Verwandelt man das dabei gebildete W. durch Erhitzenin Dampf, so ergibt sich, daß aus 3 Volumen Knallgas2 Volume Wasserdampf entstanden sind (S. 13).

Die durch Vereinigung von H mit O erzeugte Temp.beträgt gegen 2000°, die aus 2,02 g H u. 16 g O ent-wickelte Wärmemenge 68 große Kalorien (S. 99).

Von dieser hohen Temp. wird bei dem sog. Knallgas-gebläse Gebrauch gemacht, in welchem die beiden Gase erstdort zusammentreffen können, wo die Verbrennung stattfindet, daanderenfalls das ganze Gemisch sich entzünden u. explodierenwürde; viele schwerschmelzende Metalle, wie Platin, werden indiesem Gebläse zum Schmelzen gebracht (sog. autogenes Sehweiß-u. Schneideverfahren des Eisens), gebrannter Kalk (CaO) oderZirkondioxyd werden darin zur stärksten Weißglut erhitzt undstrahlen ein höchst intensives Licht aus, welches zur Bilderpro-jektion benutzt wird (Drummonds Kalklicht, Zirkonlicht).

3. Leitet man H über glühende Metalloxyde, z. B. Cupri-oxyd (CuO), Ferrioxyd (Fe 2 0 3 ), so werden diese unterWasserbildung zu Metallen reduziert; z. B. CuO + 2H =Cu + H 2 0. Fe 2 0 3 + 6H = 2 Fe + 3H 2 0; wägt man dasCuprioxyd vor u. nach dem Versuche, ferner das gebildeteW., so muß der Gewichtsverlust des Kupferoxyds die in demerhaltenen W. vorhandene Sauerstoffmenge ausdrücken.

(Erklärung des scheinbaren Widerspruchs, daß H mit Eisen-oxyd H 2 0, letzteres hingegen mit Eisen H liefert, s. S. 93).

Darst. Um im großen reines W. (*Aqua destillata)darzustellen, destilliert man gew. W., d. h. man verwandeltes in einer Retorte durch Kochen in Dampf u. verdichtet