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Anorganische Chemie.
„oxydatum hydratum", für die Verb, mit weniger HO-Gruppen„oxydulatum hydratum", z. B. Kaliumhydroxyd KOH = Kaliumhydricum, Ferrohydroxyd Fe(OH) 2 = Ferrum oxydulatum hydratum,Ferrihydroxyd Fe(OH) 3 = Ferrum oxydatum hydratum.
c. Salze.Salze heißen Verb., welche entstehen, wenn dievertretbaren H-Atome eines Säuremol. ganz oderteilweise durch Metallatome ersetzt werden.
DielonentheoriedefiniertSalze als solche Metallverb., welche beider elektrol. Dissoz. teilweise oder ganz zerfallen in Metallkationen(die sauren Salze daneben noch in H-Kationen) u. in Säureanionen;Salze dissoziieren leichter u. weitgehender wie Säuren u. Basen,am stärksten werden die Salze der einwert. Metallkationen disso-ziiert; die Salzbildung erfolgt durch Substitution der H-Kationender Säure durch Metallkationen, wobei die verdrängten H-Kationenentweder unelekt. als Gas entweichen oder sich mit den Hydr-oxylanionen der Base zu nicht dissoziierendem W. verbinden;werden alle H-Kationen der Säure durch Metallkationen ersetzt,so entsteht ein neutrales Salz; werden die H-Kationen einermehrbas, Säure (S. 119) nur teilweise durch Metallkationen er-setzt, so entsteht ein saures Salz, das bei der elektrol. Dissoz.neben Metallkationen auch H-Kationen abspaltet u. daher in wäss.Lös. saure Reaktion zeigt.
Bei der durch Einwirkung von Säuren auf Basen inwäss. Lös. erfolgenden Salzbild, findet nur eine Vereinigungder H'-Ionen der Säure mit den HO'-Ionen der Base zu W. statt,da dieses selbst kaum dissoziationsfähig ist (s. unten), währenddie Metallkationen u. die Säureanionen in mehr oder mindergroßer Anzahl unverbunden in der Lös. fortbestehen u. sich erstnach dem Verdampfen des die Dissoz. verursachenden W. zueinem Salze vereinigen können.
Daß dieser Vorgang der Salzbild, nur auf der Vereinigungder H'-Ionen mit den HO'-Ionen beruht, wird dadurch bewiesen,daß die in sehr verd. Lös. (also bei vollständiger Dissoz. der betr.Stoffe) bei der Neutralisation äquimolekularer Mengen von Säuren(d. h. von solchen Säuremengen, die durch ein u. dieselbe Mengeeiner best. Base neutralisiert werden, also von HCl/i, H 2 S0 4 /„H 3 P0 4 / 3 usw.) mit Basen auftretende Neutralisationswärmefür die verschiedensten Säuren gleich groß ist.
DerVorgang der Salzbild, erfolgt entweder derart,daß das Metall den H der Säuren direkt ersetzt,z. B. Zn + H 2 S0 4 = 2H + ZnS0 4 ,
oder daß die Säure mit einer Base oder derenAnhydrid zusammentritt, wobei durch doppelten Um-satz neben dem Salze W. gebildet wird, z. B.