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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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115
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Beziehungen zwischen ehem. u. strahlender Energie. 115

ihrer elekt. Ladung zu ihrer Masse hängt von der Natur der betr.Metallionen ab (s. Kanalstrahlen).

Röntgenstrahlen, d. h. die Strahlen, welche beim Auf-treffen der Kathodenstrahlen auf einen Widerstand (z. B. auf dieWand der Glasröhre oder irgend einen anderen, dort befindlichenStoff) entstehen, sind durch den Anprall der Elektronen derKathodenstrahlen erzeugte Atherwellen, welche noch viel kleinersind, als die des Lichtes u. in Gegensatz zu den Lichtwellennicht periodisch, sondern unregelmäßig von den einzelnen Punktenausgehen; im Gegensatz zu den Kathodenstrahlen u. Kanalstrahlendurchdringen sie Glas, werden vom Magneten nicht abgelenkt u.zeigen gegen Metall u. andere undurchsichtige Stoffe ein vielgrößeres Durchdringungsvermögen, während sie sich ehem. diesenStrahlen sehr ähnlich verhalten.

Radioaktive Stoffe senden neben Becquerel-strahlen nocli ein radioaktives Gas aus, Emanationgenannt, welches zuerst elekt. neutral ist, dann neg. Elek-tronen aussendet u. dadurch elektropos. wird.

Die Emanation ist ein durch Zerfall der Radium-atome in Elektronen aus diesen sich aufbauendes,unbeständiges Element, dem nach seiner Diffusions-geschwindigkeit ein Atomgew. von 160200 zukommt u.das nach seiner ehem. Indifferenz u. seiner EinatomigkeitalsEmanium" zu den Elementen der Argongruppe gehört.

Die materielle Natur der Emanation ergibt sich daraus,daß beim Erwärmen der betr. Stoffe die Emanation zunimmt u.daß beim Abkühlen von Emanation enthaltender Luft auf 153° die entweichende Luft keine Emanation mehr enthält, dadiese gefriert, wobei man allerdings ihre geringe Menge nichtsehen kann; wie andere Gase kann die Emanation nur poröseStoffe durchdringen u. in Gase diffundieren; ihre elementare Naturergibt sich daraus, daß sie von hohen Temp. nicht verändertwird, auch nicht beim Leiten über glühende Metalle u. Metall-oxyde, oder durch sonstige ehem. oder physikal. Angriffe.

Läßt man über Stoffe, welche die Emanation aussenden,Gase strömen, so wird sie von diesen fortgeführt, fernergeht sie auf alle Gegenstände über, welche mit ihr in Be-rührung kommen (induzierte Radioaktivität), jedoch ver-schwindet sie bald wieder u. ebenso aus einer evakuiertenGlasröhre, so daß sie sich selbst zu zerstören scheint, wasein Widerspruch gegen das Gesetz der Erhaltung desStoffes (S. 9) wäre; untersucht man aber nach längererZeit den Inhalt der Röhre spektralanalytiseh, so findet mandas vorher nicht vorhandene Spektrum des Elements Helium,

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