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Beziehungen zwischen ehem. u. strahlender Energie. 113
Frau entdeckten, von in diesen Stoffen enthaltenen, äußerstgeringen Mengen bis dahin unbekannter Elemente her, vondenen das (neben Polonium, s. unten) in den Uranpecherzenenthaltene Element Radium bis jetzt das einzige ist, welcheszwar nicht frei, aber als Radiumbromid, RaBr 2 , rein dar-gestellt werden konnte.
Die Radioaktivität der aus ihren Erzen hergestellten ElementeTellur, Blei, Wismut soll dem ihnen beigemengten Elemente Po-lonium, die der Elemente Lanthan u. Thorium dem ihnen bei-gemengten Element Aktinium zukommen.
Becquerelstrahlen lassen sich in 4 Strahlen-arten zerlegen, welche als cc-, ß-, y- u. ^-Strahlenunterschieden werden; diese versch. Strahlen sindmerkwürdigerweise gewissen Strahlenarten analog,welche durch elekt. Entladung in stark verd. Gasen(in einer stark evakuierten sog. CROOKESschen oderHittokf scheu Glasröhre) entstehen, u. zwar entsprechendie «-Strahlen den Kanalstrahlen, welche Gasionen sind,die ß- u. (^-Strahlen den beiden Kathodenstrahlen, welcheaus Elektronen bestehen, die /-Strahlen den nichtmateriellenRöntgenstrahlen (s. S. 114 u. 115).
Hieraus ergibt sich, daß die radioaktiven Stoffe labileElemente sind, deren Atome sich in einem fortwährendenZersetzungszustande befinden, wobei dieselben Elektronenabspalten u. aussenden.
Wie S. 104 ausgeführt, führt das FaeadayscIic Gesetz zu derAnnahme, daß die Elektrizitätsquanta, welche sich mit je einerValenz eines Atoms oder einer Atomgruppo bei deren Ionenbildungverbinden, als die Elektronen genannten Atome zweier entgegen-gesetzt elekt. geladener Elemente zu betrachten sind.
Zur Annahme der Existenz der Elektronen führen also auchdie Eigensch. der Kathoden- u. Kanalstrahlen.
Kathodenstrahlen, d.h. die Strahlen, welche die Vorder-fläche der Kathode aussendet, bestehen aus neg. Elektrizität, diemit enormer Geschwindigkeit senkrecht zur Kathode fortge-schleudert wird; diese Elektrizitätsteilchen müssen neg.Elektronen, also materieller Art sein, da sie bei ihrer Be-wegung eine lebendige Kraft haben, Glas nicht durchdringen,wohl aber nicht zu dicke Metallbleche, getroffene Flächen er-wärmen u. vom Magneten abgelenkt werden; aus dieser Ablenkungvon ihrer gefaden Bahn hat man, unter Berücksichtigung ihrerGeschw., die Masse eines Elektrons auf etwa 1/2000 von der einesH-Atoms berechnet. Die Kathodenstrahlen haben stets die gleichenEigensch., gleichviel aus welchem Metall die Kathode besteht, soArnold, Repetitorium. 13. Aufl. 8
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