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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Phys. Eigenscb. der Stoffe u. Mol.-Gew.

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das gleiche "Volum eines als Einheit gewählten Gases, bei 0°u. 760 mm Druck verglichen. (Mol.-Vol. u. Grammvol. S. 37.)

Als Einheit zur Bestimmung des spez. Gew. derGase diente zuerst das Gewicht von einem gleichgroßen VolumLuft, später das Gew. von einem gleichgroßen Volum Wasserstoff,während man jetzt, ebenso wie bei der Bestimmung des Mol.-Gew.,vom Sauerstoff ausgeht, wobei man gleichfalls nicht als EinheitSauerstoff = 1, sondern Sauerstoff = 32 (also dessen Mol.-Gew.)nimmt; hierdurch erzielt man den Vorteil, daß spez. Gew.u. Mol.-Gew. bei Gasen dieselbe Größe sind.

Methoden zur Bestimmung des spez. Gew. der Gase S. 25.

Berechnung des spez. Gew. eines Gases in bezug aufein anderes als Einheit angenommenes Gas u. Beziehungendes spez. Gew. der Gase zu deren Mol.-Gew. s. S. 37.c. Wärmekapazität.

Während die spez. Wärme flüss. u. fester Stoffe vonäußeren Umständen wenig beeinflußt wird, ist dieselbe beigasförmigen Stoffen je nach den Bedingungen, unter denendie Erwärmung stattfindet, sehr verschieden.

Läßt man ein Gasvolum bei der Erwärmung sich aus-dehnen, d. h. steht es unter dem konstanten Druck der Atm.,so ist eine nahezu halbmal größere Wärmezufuhr für die Er-reichung einer gleichen Temp. nötig, als wenn man das betr.Gasvolum bei konstantem Volum erwärmt.

Anderseits ändert ein Gas seine Temp. von selbst, wennes einer Druckänderung unterworfen wird; beim Zusammen-pressen erwärmt sich ein Gas, beim Ausströmenlassen, alsobeim Verdünnen, sinkt seine Temp.

Dies wird dadurch erklärt, daß eine bestimmte Wärmemengein äußere Arbeit verwandelt wird; läßt man ein zusammenge-preßtes Gas in einen luftleeren Raum strömen, so erfolgt keineÄnderung der Temp. des Gases, da keine äußere Arbeitsleistungerfolgt; dehnt sich ein Gas derart aus, daß es den Druck oder dasGew. der Atm. um ein bestimmtes Volum zurückschiebt, d. h. daßes eine Arbeit leistet, so kühlt es sich ab.

Die spez. Wärme der Gase bezieht sich auf das Volum,welches 1 g des betr. Gases (das Grammvol.) einnimmt; durchMultiplikation der spez. Wärme mit dem Mol.-Gew. erhält mandie Mol.-Wärme des betr. Gases.

Die spez. Mol.-Wärme der Gase bei konstantem Volumgestattet festzustellen, ob das Mol. des betr. Gases auseinem oder mehreren Atomen besteht, da dieselbe für allegleichatomigen Gase gleichgroß ist u. mit der Anzahl der Atomeim Mol. der betr. Gase zunimmt, indem für mehratomige Mol.nicht nur Wärme verbraucht wird, um die Mol. selbst, sondernauch um die Atome im Mol. in stärkere Bewegung zu setzen.Arnold, Repetitorium. 13. Aufl. 6