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Garcinia. Gaultheria.
4) Eine Verfälschung mit Stärkemehl, die beobachtet wurde, ist durch mikroskopischeUntersuchung' nachzuweisen.
Anwendung. Wie hei Catechu (S. 679). Gabe 0,3—0,9 g (Brit.). Dient in derTechnik zum Färben und Gerben. In Ost- und Südasien wird es in ausserordentlichenMassen als Zusatz zum Betelkauen verwendet, indem man ein Blatt des Betelpfeffersum etwas Kalk, ein Stück Arekanuss und etwas Gambir wickelt und das Ganze zusammenkaut.
Pulvis Catechu compositus (Brit.). Compound Powderof Catechu. 100,0Gambir, 50,0 Kino, 50,0 Katanhawurzel, 25,0 Ceylon-Zimmt, 25,0 Muskatnuss. Gabe0,6-2,4 g.
Tinctura Catechu (Brit.). Aus 200,0 Gambir, 50,0 Ceylon-Zimmt, 1000 ccm Wein-geist (60 proc.) durch Maceration.
Tinctura Catechu (Germ.). Aus 1 Th. grob gepulvertem Katechu und 5 Th. ver-dünntem Weingeist (60 proc.). Die Bezeichnung der Germ, „dunkelrothbraun, nur indünner Schicht durchsichtig" trifft besonders für die aus Pegu-Katechu bereitete Tinkturzu; Würfel-Gambir liefert eine Tinktur, welche etwa den Farbenton und die Durchsichtig-keit der Tinct. Katanhae besitzt.
Trocuiscus Catechu (Brit.). Catechu Lozenge. Aus 32,4 g Gambir, 496,0 gZuckerpulver, 19,5 g arabischem Gummi, 35,5 ccm Gummischleim und q. s. Wasser formtman 500 Pastillen, jede enthält 0,0648 Gambir.
Garcinia.
Gattung der Guttlferae—Clusioideae—Garcinieae.
I. Garcinia MangOStana L. Wahrscheinlich auf Malakka heimisch, in denTropen reichlich kultivirt. Die gerbstoffreiche Fruchtschale dient als Mittel zum Gerben undFärben, in der Medicin gegen Diarrhoe. Sie enthält in schizogenen Sekretbehältern einengelben Farbstoff Mangostin C 20 H 29 O B . — Die Früchte sind ein sehr beliebtes Obst.
II. Garcinia purpurea Roxb. und Garcinia indica Chois. Heimisch in
Vorder- und Hinterindien. Die Samen enthalten 30 Proc. Fett, von dem man aber durchAuskochen nur etwa 10 Proc. erhält. (Kokum-Oel oder Kokum-Butter.) Es ist fest,weiss, krystallinisch, von mildem Geschmack und Geruch nach Kakao. Es enthält reichlichStearin, wenig Myristin, Olein und Laurinsäure. Schmelzpunkt 41—42° C. Er-starrungspunkt 37,6 — 37,9° C. Verseifungszahl 191,3. Säurezahl 21,1. Esterzahl 170,2.Jodzahl 33,14.
Es findet Verwendung zur Verfälschung ausgelassener Butter, ferner als Ersatz desCetaoeurn und des Kakaofettes.
Die Fruchtschalen verwendet man als Antiscorbuticum ihres Säuregehaltes wegenund als Gewürz zum indischen Curry. Sie sind glänzend-schwarz.
Die Samen sind nierenfb'rmig, abgeplattet, 1—2 cm lang, bis 1 cm breit, vonbrauner Farbe. In der Samenschale Sekretbehälter, im Embryo das deutlich krystallinischeFett und einige Aleuronkörner, von denen eines auffallend gross ist; zerstreute Zellendes Embryo mit braunem Inhalt, der auf Gerbstoff reagirt.
III. Garcinia Kola (vergi. Cola).
IV. Garcinia Morella (vergi. Gutti).
Gaultheria.
Gattung der Erlcaceae—Arbutoideae—Gaultherieae.
I. Gaultheria prOCUmbenS L. Heimisch in den atlantischen Staaten Nord-amerikas, von Canada bis Carolina. — Verwendung finden die Blätter: