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1 (1920)
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1197
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Öallae

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und starkem "Weinessig unter Erwärmen eine Lösung, die man erkaltet auf die gebeizteMäche aufträgt; nach dem Trocknen giebt man nötigenfalls noch 12 Anstriche.

Es eignet sich hierzu besonders feinfaseriges Ahorn-, Birn-, Apfel- oder Nussbaumholz.

Antipsilothon von Hegewald, gegen das Ausfallen der Haare, ist eine mit äthe-rischen Oelen versetzte, verdünnte GaU'äpfeltinktur.

Bahk's giftfreies Pulver zur Vertilgung der Nasenpolypen besteht hauptsäch-lich aus Galläpfelpulver. (24 g = 6 Mark).

Bcrsitt'8 vegetabilische Komposition, gegen Kesselstein, besteht aus dem Pulverbilliger, gerbstoffhaltiger Früchte, Eichenrinde, Soda und Isländischem Moos.

Henriettenbalsam gegen Zahnleiden, soll ein weingeistiger Auszug der Carobedi Giudea sein (vergl. S. 1198).

Scriptol, ein Tintenextrakt, ist mit Dextrin und Nigrosin versetzte Gallustinte.

Atrauientum. Nigranientnm. Tinte. Schwarze Tinte. Gallustinte. Euere.Ink. Tiut.

Wohl die meisten zur Zeit im Handel vorkommenden Tinten sind Anilintinten;die schwarzen werden aus Nigrosin, Melanin u. a. Theerfarbstoffen durch einfachesLösen in heissem Wasser hergestellt und eignen sich überall da zum Gebrauch, wo dieBeständigkeit der Schriftzüge von untergeordneter Bedeutung ist, ganz besonders aber zuKopirtinten.

Die Vorzüge der Anilintinten: leicht aus der Feder zu fliessen, diese nicht anzu-greifen, keine Bodensätze zu bilden und nicht zu schimmeln, verlangt man auch von denGallustinten; ausserdem müssen die letzteren aber die Eigenschaft besitzen, nach wenigenTagen auf dem Papier licht- und wasserbeständig zu werden, wenn sie als Kanzlei- oderDokumententinten Verwendung finden sollen. Diese Bedingungen erfüllen in ganz be-sonderem Maasse diejenigen Tinten, welche aus Gall'äpfelauszügen oder Tanninlösungen, indenen die Gerbsäure in Gallussäure übergeführt ist, mittels Ferrisalzlösungen hergestelltwerden; Ferrosalze geben unter gleichen Umständen Tinten, welche sich durch ihre Kopir-fähigkeit auszeichnen. Nach den von E. Dieterich gegebenen Vorschriften für Gallus-tinten kann auch im kleinen mit Vortheil gearbeitet werden; die erzielten Tinten sindvorzüglich.

Alizarintinte nach Vomacka. 7 Th. Galläpfelabkochung (T) kocht man mit 4 Th.Eisenlösung (H) auf und setzt 1 Proc. Malachitgrün zu.

Kopirtinte, wie vorige, doch statt Malachitgrün mit 2 Proc. Anilin-Jetschwarz.

Galläpfelabkochung (I). 10 Th. zerstossene chinesische Galläpfel, 1 Th. Alkanna-wurzel weicht man einige Stunden in 100 Th. Wasser ein, kocht gründlich aus, filtrirt undlöst 2 Th. Zucker.

Eisenlösung (II.). 160 Th. Eisenvitriol'löst man in 80 Th. Wasser, setzt 38 Th.Schwefelsäure, dann 37 Th. Salpetersäure zu, erhitzt, bis die Lösung rothbraun und klargeworden ist, dampft auf 200 Th. ein, erhitzt unter Wasserzusatz, bis kein Geruch nachSalpetersäure mehr wahrzunehmen ist, und verdünnt mit destill. Wasser auf 3200 Th.

Express-Kopirtiute. 100 Th. gewöhnliche Tinte, 60 Th. Glycerin, je 20 Th. Honigund Kandiszucker, 10 Th. Spiritus, 5 Th. Melasse. Mit dieser Tinte soll man ohneWeiteres kopiren können.

Gallustinte, billige. 200 Th. zerstossene Aleppogallen und 400 Th. Campecheholzkocht man zweimal mit je 5000 Th. Wasser 1 Stunde, dampft die Pressflüssigkeiten auf6000 Th. ein und vermischt mit einer Lösung von 150 Th. Eisenvitriol, 120 Th. arabischemGummi und 15 Th. Kupfervitriol in 1500 Th. rohem Holzessig. Man schüttelt öfter umund lässt dann absetzen.

Gallus-Kanzlei-Tinte nach E. DrETERicH. Man zerstösst 3 kg chinesische Gall-äpfel gröblich, durchfeuchtet sie mit Regenwasser und lässt unter Ersatz des verdunstendenWassers bei 2025° C. stehen, bis sie von Schimmelpilzen völlig durchsetzt sind, ziehtdann dreimal mit je 5 kg Regenwasser jedesmal 1 Stunde im Wasserbade aus, schütteltdie vereinigten Pressfiüssigkeiten mit 300 g Talkum, stellt 24 Stunden bei Seite, filtrirtunter Nachwaschen des Filterinhaltes mit Wasser, sodass man 15 kg Flüssigkeit (Galläpfel-auszug") erzielt. Man vermischt dieselbe mit 1,5 kg Eisenchloridlösung (10 Proc. Fe),filtrirt nach 14 tägigem Absetzenlassen, fügt eine Lösung von 25 g reiner Karbolsäure und75 g Phenolblau 3 F (von Franz Schaal in Dresden) in 10 kg Regenwasser hinzu undstellt in lose verbundener Flasche 8 Tage im Kühlen bei Seite. Die alsdann fertige Tinte' füllt man auf kleinere Flaschen.

Gallus-Kopirtinte nach Diet. 900 g des obigen Galläpfelauszuges erhitzt man mit4,0 g Schwefelsäure (spec. Gew. 1,835) 1 j i Stunde im Dampfbade, löst 60 g krystall. Eisen-vitriol, stellt 2 Wochen bei Seite, filtrirt, bringt durch Nachwaschon auf 1000 g, löst 2,5 gPhenolblau 3 F, 30 g Zucker, 1 g Karbolsäure und verfährt weiter wie vorhin angegeben.

Statt des Phenolblau kann man natürlich auch entsprechende Mengen andererAnilinfarben wählen, denn dieselben dienen nur dazu, die Schriftzüge der sonst blass ausder Feder fliessenden Tinte besser sichtbar zu machen.