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1 (1920)
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Gallae.

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Bandeissorten. 1) Aleppische G. von schwäTzlichgrüner Farbe, sehr hart undspröde, meist vor dem Auskriechen des Insektes gesammelt. Als besonders gute Sortegelten Jerligallen, besonders kleine, ausgesuchte heissen Soriangallen. Diese Sorteentspricht in erster Linie den Anforde-rungen der Arzneibücher.

2) Mossulische Gallen, etwasheller gefärbt, oder wie bestäubt aus-sehend. Selten im Handel.

3) Smyrnaer Gallen. Von gelb-licher oder bräunlicher Farbe, meist durch-bohrt. Sie gelten als am wenigsten werth-voll, indessen ist darauf aufmerksam zumachen, dass als Smyrnaer Gallen neuer-dings auch solche vorkommen, die von1. nicht zu unterscheiden sind.

4) Tripolitanische Gallen,sollen den Smyrnaer ähnlich sein, vielleichtsind es solche von QuerCUS IleX L. undQu. COCC'lferä L, die aus Tripolis ex-portirt werden.

Verfälschungen. 1) Man giebthellen, durchbohrten Gallen das Aussehendunkler, indem man sie in eine Lösungvon Eisensulfat legt und die Löcher mitWachs verklebt; in heissem Wasser kannman das Wachs wieder ausschmelzen.

2) Man verfälscht sie mit Kollari-gallen und anderen Sorten (vergl. unten),die minderwerthig sind.

Aufbewahrung. Die ganzenGalläpfel werden in Holzkästen, das Pul-ver in Hafengläsern an einem trocknenOrte aufbewahrt. Beim Pulvern vermeidetman möglichst, den Staub einzuathmen, daer die Schleimhäute angreift.

Anwendung. Galläpfel finden zuHeilzwecken nur selten Anwendung, daman der aus ihnen gewonnenen Gerbsäureden Vorzug giebt; bisweilen dienen siefein gepulvert (und mit Talkum oder Lyco-podiuni gemischt) zu Streupulvern, auchwohl im Aufguss (10:50100) innerlich wieäusserlich als zusammenziehendes Mittel.Bei Vergiftungen mitBrechweinstein und Al-kaloiden können sie als Gegenmittel dienen.

Seit langer Zeit benutzt man siezur Bereitung der Gallustinten, die sichdurch ihre tiefschwarzen, licht- und wasser-beständigen Schriftzüge auszeichnen.

Bei Bereitung von Galläpfelauszügenund von Arzneiformen, die Galläpfel enthalten, sind eiserne Geräthe zu vermeiden.

Tinctura Gallarum (Germ. Austr. Gall.). Tinctura Gallae (Helv. (J-St.). Gall-apfeltinktur. Teinture de noix de gallo. Tincture of Galls. Tr. of Nut-

Fig. 256. Querschnitt durch eine aleppische Galle.a Aeussere, 6 mittlere, « innere Schicht der Aussengall«.d Gefässbündel. e Schutzschicht der Innengalle. f Nähr-schicht, g Gerbstofikugeln. h Ligninreiche Wucherungender Zellwände,