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Eucalyptolum.
'Eigenschaften. Ein farbloses Salzpulver von neutraler oder sehr schwach alka-lischer Reaktion. Es löst sich in etwa 20 Th. Wasser von gewöhnlicher Temperatur.Diese Lösung kann gekocht (sterilisirt) werden, ohne dass sie Zersetzung erfährt.
In dieser 5 procentigen Lösung erfolgt durch Natronlauge, Natriumkarbonatlösungoder Ammoniak eine milchige Ausscheidung der freien Base, welche durch Aether gelöstwird. Durch Mercurichlorid entsteht keine Fällung. Durch Chromsäure entsteht in derLösung ein pomeranzengelber, amorpher Niederschlag, der sich bald zusammenballt, und inviel Wasser löslich ist, also in sehr verdünnter Lösung überhaupt nicht entsteht. — Inkonc. Schwefelsäure ist es ohne Färbung löslich, diese Lösung wird auch durch Zugabevon etwas Salpetersäure nicht gefärbt. Mit Kaliumwismutjodid entsteht ein orangegelber,mit Pikrinsäure ein citronengelber und mit Phosphormolybdänsäure ein weisser Nieder-schlag. Fröhdb's Reagens wird nicht gefärbt. Dampft man eine kleine Menge des Salzesmit Salpetersäure ein, so ist der Rückstand ungefärbt; befeuchtet man denselben mit alko-holischer Kalilauge, so tritt keine Färbung, wohl aber deutlich wahrnehmbarer Geruchnach Benzoesäureäthylester auf.
Aufbewahrung. Vorsichtig. Anwendung. Die 2—3 procentige Lösung be-wirkt auf Schleimhäute gebracht oder subkutan injicirt, vollkommene Anästhesie. DieEmpfindungslosigkeit der Hornhaut und Bindehaut des Auges tritt sehr schnell ein unddauert 15—20 Minuten. Es ist nur geringe Pupillenerweiterung vorhanden. Davon ab-gesehen ist das Beta-Euca'fn nur etwa 2 / 0 so giftig als AIpha-Eucai'n.
Solulio anaesthctica kaemostatlca Legrand.
Ep. Gelatinae purao 2,0 Ungnentnm Beta-Eucaini 10 Proc.
Katrii chloraü 0,7 Ep. Beta-Eucaini 1,0
Acidi carbolici cryst. 0,] Olei Olivarum 2,0
Beta-Eucaini 0,7 Lanolini 7,0.
Cocaini hyilrochlorici 0,3 Bei juckenden Hämorrhoiden, Pruritus ani, Pru-
Aquae deetillatae q. ». ad 100,0. jjtus pudendorum.Hie LtfsuDg kann sterilisirt werden.
Unguentum Iteta-EucaVni cum Mentholo.
Rp. Beta-Eucaini 1,0
Mentboli 0,2
Olei Olivarum 2,0Lanolini q. s. ad 10,0,
Eucalyptolum.
Eucalyptolum (Ergänzb. U-Si). Eucalyptol (Gall.). Eucalrptuskampher. Clneol.Cajeputol. Terpan. C 10 H 18 0. Mol. Gew. = 154.
Dieser, in grösster Menge im ätherischen Oele von Eucalyptus globulus Labil-laediSbe, aber auch im ätherischen Oele anderer Eucalyptusarten vorkommende, sauer-stoffhaltige Körper ist identisch mit dem aus dem Wurmsamenöl abgeschiedenen Cineol,ferner mit dem aus dem Cajeputol abgeschiedenen Cajeputol, und mit dem Terpan vonBouchakdat und Voibt. Er ist übrigens während der letzten 15 Jahre in sehr zahlreichenanderen ätherischen Oelen, u. a. auch im Myrtenöl nachgewiesen worden.
Darstellung. Man kühlt das Eucalyptusöl oder die zwischen 170—180° C. sieden-den Antheile desselben in einer Kältemischung stark ab und leitet einen Strom trocknenSalzsäuregases ein, bis die Flüssigkeit zu einem Krystallbrei erstarrt ist. Die entstehendeEucalyptol-Salzsäureverbindung C^H^O. HCl wird scharf abgepresst, mit Wasser (in Salz-säure und Eucalyptol) zerlegt und das abgeschiedene Oel nochmals mit Salzsäure in gleicherWeise behandelt. Schliesslich wird das Eucalyptol mit etwas alkoholischer Kalilauge er-wärmt, mit Wasser bis zum Entfernen der letzten Reste Salzsäure gewaschen, durch Chlor-calcium getrocknet und über metallischem Natrium rectificirt.
Eigenschaften. Das Eucalyptol bildet eine farblose, kampherartig riechendeFlüssigkeit, die in Wasser nahezu unlöslich ist, sich dagegen mit absolutem Alkohol,Aether, Chloroform, Terpentinöl und fetten Oelen mischen Iässt. Das spec. Gewicht ist