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1 (1920)
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Elemi.

BestandtheUe. Etwa 26 Proc. Olei'n, 83 Proc. Stearin, Palmitin und My-ristin, etwa 44 Proc. Glyceride der Laurinsäure, Caprinsäure, Caprylsäureund Capronsäure.

Verwendung. Wie Kokosöl. Die Pressrückstände der Samen werden als Vieh-futter benutzt, sie enthalten 16,1 Proc. Rohprotei'n, 10,93 Proc. Rohfett, 37,85 Pruc.stickstofffreie Extraktßtoffe. Sie dienen auch zur Verfälschung des gemahlenenPfeffers; man unterscheidet sie hier leicht von dem ähnlich gebauten Endosperm der Kokos-palme durch die etwas stärker und knotig verdickten und sehr deutlich getüpfelten Zell-wände. Die Zellen enthalten ebenfalls grosse Aleuronkörner und Reste von Fett.

II. ElaeiS melanOCOCCa Gärtn. Heimisch in Mittel- und Südamerika. Ausdem Mesocarp gewinnt man ebenfalls ein Fett von talgartiger Konsistenz. Es ist vondunkelrother Farbe.

Elemi.

Eleini (Ergänzb. Helv. Austr.). Gummi 8. llesina Elemi. Balsamum cauca-muin. Eleini. Elemiharz. Oelbaumharz. l ) Elemi (Gall.).

Mit dem Namen Elemi bezeichnet man eine ganze Anzahl verschiedener, wohlmeist von Burseraceen stammender Harze.

a) Amerikanisches Elemi von IciCa- und Amyris-Aften. In den Handel kommtzuweilen mexikanisches Elemi von Amyri'S elemifera Royle und Yucatan-Elemivon Amyris Pllimieri DC. und andere Arten. Beide Sorten sind hart. Dahin gehörtein neuerdings vom Protilim heptaphyllum March. in den Handel gekommenesweiches Elemi, von grauer Farbe und fenchelartigem Geruch. Es enthält 7,3 Proc. äthe-risches Oel.

b) Ostindisches Elemi von Canarilim-Arten bildet harte Stücke von schwa-chem Geruch.

c) Bengalisches Elemi, angeblich von Amyris AgallOCha Roxb. und Balsa-modendrOtl RoxbourgllÜ Arn., ein weiches, weisses Harz.

d) Neu-Guinea-Elemi, angeblich von Canarium-Artetl, bildet harte, gelblich-weisse Stücke.

e) Mauritius-Elemi von ColOphonia Mauritiana DC, weiches Harz, dem fol-genden ähnlich.

f) Manila-Elemi oder Philippinisches Elemi, auf der Insel Luzon gesammelt.Die einzige, gegenwärtig in grösserer Menge in den Handel gelangende und nach denoben genannten Arzneibüchern officinelle Sorte. Gall. und Helv. nennen mit einiger Re-serve als Stammpflanze Canarium Commune L, Austr. die Gattung Canarilim überhaupt.Wahrscheinlich ist die Ableitung falsch, da das Harz von Canarium fest ist.

Beschreibung. Es bildet eine weiche, teig- oder terpentinartige, gelblich-weisseoder grünliche Masse von körnig-krystallinischer Beschaffenheit, mit vielen Pflanzen- undKohlenpartikelchen untermischt. Geruch an Fenchel erinnernd, Geschmack gewürzhaft undetwas bitterlich. Bei längerer Aufbewahrung wird das Elemi allmählich fester und nimmteine mehr gelbe oder bräunliche Farbe an. In Chloroform bei gewöhnlicher Temperatur,in Alkohol, Aether und Benzol beim Erwärmen löslich, in Petroläther unvollständig löslich.Spec. Gew. 1,021,08.

BestandtheUe. 30 Proc. ätherisches Oel, 2025 Proc. Amyrin (a-AmyrinSchmelzpunkt 180181° C. und /?-Amyrin Schmelzpunkt 193194° C, beide Amyrine sindTriterpenalkohole der Formel C 30 H 4() OH), ferner eine krystallisirbare Säure: Elemi säureVnffiißi, zwei andere, krystallinische Körper, die in Wasser löslich sind, Bryoi'din

*) Man nahm früher an, dass das Elemi ein Sekret des wilden Oelbaumes sei.