Elaeis.
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schwer in kaltem, leicht in kochendem Weingeist löslich, ebenfalls leicht in Schwefel-kohlenstoff, Amylalkohol, Chloroform und Benzol löslich. In koncentrirter Schwefelsäuremit rother Farbe löslich, ebenso in Phenol und Schwefelsäure. Man gewinnt es durchExtraktion des weissen Elaterium (vergl. unten) mit kochendem Alkohol, Ausfällenmit Wasser, Keimgen und Waschen mit Aether und Umkrystallisiren aus absolutem Al-kohol. Es ist das drastische Princip der Früchte. Dieselben enthalten ferner ProphetinC 20 H 30 O, (?), Ecbalin (Elaterinsäure) C 20 H 34 O 4 (?), Hydroelaterin C 20 H co O a (?), Ela-teri'd C 30 H 32 O 12 (?).
Anivendung. Die ganzen Früchte werden kaum benutzt, dagegen das Elateriumand Elaterin.
■f Extractum Elaterii. Man unterscheidet: 1. Elaterium album 9. anglicum.Elaterium (Brit.). Durch Absetzenlassen des Saftes und Eintrocknen des Satzes hergestelltesPräparat von sehr ungleichmässiger Zusammensetzung, denn der Elateringetmlt, nach Brit.20—25 Proc., schwankt zwischen 15 und 50 Proc. Gabe 0,006—0,03 g (Brit.), doch ge-nügen zur Purgirwirkung (nach Husemann) 0,003 — 0,015 g. Die Anwendung ist nichtrathsam, bei alten Leuten sogar gefährlich (!). Wird zuweilen mit Calciumkarbonat undStärke verfälscht. Grünliche, zerbrechliche Kuchen von schwachem Theegcruch.
2. Elaterium nigrum s. Maltense. Durch Eindampfen des aus den frischenFrüchten gepressten und durchgeseihten Saftes zum dicken Extrakt zu bereiten. Ausbeuteetwa 1,5 Proc. Grünlich braun, in Wasser trübe löslich. Enthält 15—20 Proc. Elaterin.
f f Elaterinum. Elaterin (Brit. U-St.). Gabe 0,0015—0,006 g (Brit.) (vergl. oben).
t Pulvis Elaterin! compositns (Brit.). Tritnratio Elaterinl (U-St.).
Compound Powder of Elaterin. Trituration of Elaterin.
Ep. Elaterini 1,0 E Elaterini 1,0
Sacchari Lactis 39,0. Sacchari Lactis 9,0.Dosis 0,06—0,25.
Elaeis.
Gattung der Falmae — Ceroxylinae — Elaeinae.
I. Elaeis guineensis L. Vielleicht in Südamerika heimisch, gegenwärtig durchdie Kultur in den Tropen und besonders in Afrika weit verbreitet.
Verwendung findet das Oel desMesocarps der Früchte und das des Endospermsder Samen.
a) Das Oel desMesocarps: Oleum Palmae. Pahnfett. Palmbutter. — Beurreou huile de palme. — Palm oil. Frisch gepresst ist es butterartig, gelb bis röthlichgelb,von schwachem Veilchengeruch; an der Luft bleicht der Farbstoff bald aus. Das Meso-carp enthält 48,5 Proe. Fett. Konstanten des Oeles: spec. Gew. bei 15° C. =0,945,bei 50° C. = 0,8930, spec. Gew. der Fettsäuren bei 100° C. = 0,8701, Schmelzpunktdes Fettes nach Alter und Herkunft verschieden 27° C. bis 42,5° C. Schmelzpunkt derFettsäuren 47,75° C. Erstarrungspunkt derselben 44,13° C. HEHNEK'sche Zahl95,6. Verseifungszahl 202,0. Verseifungszahl der Fettsäuren 207,0. Retcheet-sche Zahl 0,5. Jodzahl 51,0—52,4. Jodzahl der Fettsäuren 53,4.
BestancWieile. Viel freie Fettsäuren, in frischem Oel 12 Proc, in älterem50 Proc, in ganz altem 100 Proc, ferner Palmitin und Olein. Bemerkenswerth ist derGehalt an einem Lipochrom, auf dessen Gegenwart charakteristische Reaktionen be-ruhen: Chlorzink färbt das geschmolzene Fett grün, Schwefelsäure färbt blaugrün, Mer-curinitrat färbt gelb, dann grün.
b) Das Oel des Endosperms: Palmkernöl. — Huile de pepin de palme. — Palmseeds oil. Palm kernel oil. Es wird vielfach aus den Kernen in Europa gepresst. Sieenthalten davon 23,4 Proc. Es ist weissgelblich oder braun, von angenehmem GeTuch undGeschmack. Konstanten des Oeles: Spec. Gew. bei 15° C. = 0,952, bei 79° C. =0,8731. Schmelzpunkt des Fettes 23—28° C. Erstarrungspunkt 20,5. Schmelz-punkt der Fettsäuren 25—28,5° C. Verseifungszahl des Fettes 247,6, der Fett-säuren 258—265. Jodzahl 10,3—17,5.