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1 (1920)
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Cuprum Bulfurioum.

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Eigenschaften. Das offioinelle ammoniakalische Kupfersulfat bildet ein dunkel-blaues Krystallpulver von schwachem ammoniakalischem Gerüche, ähnlichem, ekelhaft me-tallischem, ammoniakalischem Geschmacke und alkalischer Reaktion. Es ist in l 1 /» Th.kaltem Wasser löslich, mit vielem Wasser scheidet sich daraus ein Salz von hlassblauerFarbe ab, welches etwas weniger Ammoniak enthält. Längere Zeit der Luft ausgesetzt,verwittert es, besonders das grössere Krystalle bildende Präparat, es verliert einen Theilseines Ammoniak- und Wassergehalts und wird zuletzt zu einem bläulichgrünen Salzpulver,aus schwefelsaurem Ammun und basischem Kupfersulfat bestehend. Durch Erhitzen ver-liert es Ammoniak und Wasser, so dass endlich bei 250° C. schwefelsaures Kupferoxydzurückbleibt. Die Zusammensetzung ist CuS0 4 -f- 4NH s -(- H 4 0.

Lässt man schwefelsaures Amnion und schwefelsaures Kupferoxyd zusammen kry-stallisiren, so krystallisirt ein Doppelsalz, das mit dem obigen Präparate nicht zu ver-wechseln ist.

Prüfung. Gesättigt blaue Farbe der Krystalle und eine schnelle und bei gewöhn-licher Temperatur erfolgende vollständige Auflösung in 2 Th. destill. Wasser sind hin-reichende Beweise der Güte. Ein Präparat mit kohlensaurem Amnion bereitet ist nichtvon krystallinischer Beschaffenheit, braust auch wohl mit Säuren auf. Auf Zusatz vonAetzkali muss sich Aetzammon entwickeln.

Aufbewahrung. Wegen seiner leichten Zersetzbarkeit an der Luft wird dasammoniakalische Kupfersulfat in kleinen, mit guten Korkpfropfen dicht verschlossenenGlasflaschen in der Reihe der starkwirkenden Arzneikörper aufbewahrt.

Anwendung. Das ammoniakalische Kupfersulfat gilt als Adstringens, Antispas-niodieum und Antepilepticum. Man giebt dieses Mittel in Pillen und in Auflösung zu0,010,030,05 bei mehreren Nervenkrankheiten, wie Epilepsie, Veitstanz, Asthma, Magen-krampf. Aeusserlich wird es gegen Hornhautflecke, chronische Augenentzündungen, zuEinspritzungen gegen Tripper und Schleimfiüsse etc. angewendet. Höchstgaben: 0,2 gpro dosi, 0,4 g pro die (Ergänzt».).

Aqua eoernlea seil eoelestis.

Rp. Cupn sulfurici crystall. 1.0

Aquae destillatao 575,0

Liquoris Ainnionii caustici q. s

ad Solutionen] (5,0).

Aqua dirina externa.Aqua ophthalmica Helvktius.Rp. Cupri aluminaü 1,0Aquae Rosae 200.0.Man löse durch Anreiben und filtrire.

Aqua ophthalmica Odhkliüs.

Aqua ophthalmica Yvel. Collyrium Saikt-

Jerneron. Aqua ophthalmica Alibour.

Alieouk-W asser. Grünes Augenwasser.

Rp. Cupri sulfurici

Zinci sulfurici 5a 1,0

Camphorae tritae 0,1

Tincturae Opii crocatae 2,0Aquae tepidae 200,0.

Umgeschüttelt als Augentropfwasser und Augen-waschwasser. Auch zum Verbinden von Wunden.

Aqua ophthalmica Sichel.

Kp. Cupri sulfurici 0,2

Aquae destillatao 60,0

Tincturae Opii simplicis 0,8.

Augenwasser gegen chronische Conjunctivitis.

Aqua styptica.Aqua vitriolica coerulea.Rp. Cupri sulfurici

Aluminis ää 10,0

Aquae destillatae 130,0Acidi sulfurici conc. 1,3 g.

Collyrium cum Lapidu divino.Collyre a'la pierre diviae.Rp. Cupri alumiuati 0,4Aquae destillatae 100,0.Man löse durch Anreiben und filtrire.

t Cuprnni alumlnatnm (Germ., Helv.),Lapis divinus St. Yves. Lapis opthal-micus, Vitriolum camphoratum. Augen-stein. Heiligenstein. Kupferalaun.I. Germ. Helr.Rp. 1. Alumims2. Kalii nitrici8. Cupri sulturici Sa 16,04. Aluminis

6. Camphorae 1,0.

13 werden gepulvert, gemischt und geschmolzen,worauf man die Mischung von 4 und 5 unterUmrühren mit einem erwärmten Glasstabe zu-giebt. Die Schmelze wird auf eine kalte Stein-platte oder in Stangen formen ausgegossen AlsSchmclzgefäSB benutzt man die S. 375 angegebenePorcellanpfanne.

II. Pierre divine (Gall.).Kp. Kalii nitrici pulv,Cupri sulfuriciAluminis ilä 100,0

Camphorae 5,0.

Guttae antiepileptlca« Neumann.Rp. Cupri sulfurici ammoniati 1,5Aquae destillatae 25,0.

Täglich zweimal 5 Tropfen gegen Chorea undEpilepsie.