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1 (1920)
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993
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Cuprum chloratum.

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wird dekanthirt, das Cuprochlorid schnell abgesaugt, mit Alkohol und Aether gewaschenund im Vacuum über Schwefelsäure getrocknet.

Eigenschaften. Weisse, in Wasser unlösliche, schwere Massen, die sich an derLuft unter Grünfärbung leicht oxydiren und durch Chlorwasser oder Königswasser leichtals CupTichlorid in Lösung gehen. Beim Erhitzen im Röhrchen schmelzen sie ohneZersetzung.

Aufbewahrung. Vorsichtig, vor dem oxydirenden Einfluss der Luft geschütztalso in kleinen, gut geschlossenen Gefässen. Zersetzte Präparate sind nicht weiss, sondernschmutziggrün bis braun.

Anwendung. Als Reagens in der Gasanalyse in ammoniakalischer oder salzsaurerLösung zur Absorption des Kohlenoxyds.

Salzsaure Kupferchlorürlösung nach Winklee. (Zur Absorption von Kohlen-oxyd.) Man trägt eine Mischung von 86,0 g Kupferoxyd mit 17,0 g Kupferpulver (durchReduktion von Kupferoxyd im Wasserstoffstrome dargestellt) langsam und unter Umsoliüttelnin 1086,0 g Salzsäure von 1,124 spec. Gew. ein, bringt in die Flasche eine vom Boden biszum Halse reichende Spirale von Kupferdraht und verschliesst das Gefäss mit einemweichen Kautschukstopfen. Die anfangs dunkle Lösung wird beim Stehen vollkommenfarblos, färbt sich aber in Berührung mit Luft unter Bildung von etwas Cuprochloridwieder dunkelbraun. Zulässiger Absorptionswerth für 1 ccm = 4 ccm Kohlenoxyd.

Ammoninkalische Kupferchlorürlösung nach Winkleb (zur Absorption vonKohlenoxyd). Man löst 250,0 g Ammoniumchlorid in 750 ccm Wasser, bringt die Lösungin eine mit Gummistopfen dicht zu verschliessende Flasche und fügt ihr 200,0 g Kupfer-chlorür zu. Dieses löst sich beim Umschwenken unter Hinterlassung von etwas Kupfer-oxychlorid auf. Man erhält eine bräunliche Flüssigkeit, welche sich unverändert hält,wenn man in die gut zu verstopfende Flasche eine vom Boden bis zum Halse der Flaschereichende Kupferspirale stellt. Vor dem Gebrauche setzt man dieser Lösung 1 j t VolumenAmmoniakflüssigkeit von 0,905 spec. Gew. zu. Absorptionswerth für 1 ccm = 16 ccmKohlenoxyd.

Ammoniakalische Kupferchloriirlösung nach Hempel (zur Absorption vonKohlenoxyd) für eine Menge von 200 ccm. Man löst 10,3 g Kupferoxyd in 100 bis200 ccm konc. roher Salzsäure und lässt die Lösung alsdann in einem mit Kupferdrahtnetz-Spiralen möglichst erfüllten Kolben von passender Grösse zum Zwecke der Reduktion solange wohlverschlossen stehen, bis Bie vollkommen farblos ist. Man giesst alsdanndiese Lösung durch einen Bausch von Glaswolle in ein 1,52,0 Liter ausgekochtes undwieder erkaltetes destillirtes Wasser enthaltendes Becherglas. Nach dem Absetzen desKupferchlorürs giesst man die überstehende verdünnte Salzsäure möglichst ab, spült dasKupferchlorür mit 100150 ccm destillirtem Wasser in eine Kochflasche von 250 ccmInhalt und leitet in die noch schwach saure Flüssigkeit so lange Ammoniak, bis die Lösungsich schwach blau färbt. Um die Luft möglichst abzuschliessen, verschliesst man denKolben mit einem zweifach durchbohrten Stopfen, welcher ein Gaszuleitungs- und ein Gas-ableitungsrohr enthält, welches letztere in etwas Quecksilber taucht. Auch kann man denganzen Apparat einschliesslich des Entwickelungsapparates für das Ammoniak vorher mitWasserstoff füllen.

Die so erhaltene Lösung des Kupferchlorürs wird durch Zusatz von Wasser auf200 ccm verdünnt. Zulässiger Absorptionswerth für 1 ccm = 6 ccm Kohlenoxyd.

II. f Cuprum bichloratum crystallisatum. Cuprichlorid. Kupferchlorid.Chlorwasserstoffsaures Kupferoxyd. CuCl 2 -f- 2 H 2 0. Mol. Gew. = 170.

Zur Darstellung werden 100 Th. Knpferoxyd in 360 Th. Salzsäure von 25 Proc,welche mit 150 Th. destillirtem Wasser verdünnt ist, in der Wärme gelöst und die Lö-sung auf 300250 Th. oder soweit eingedampft, bis ein Tropfen, auf eine kalte Porcellan-schale gebracht, erstarrt. Man lässt die Gesammtmenge erstarren, presst zwischen Filtrir-papier, trocknet hei gewöhnlicher Temperatur und bewahrt in trocknen, gut verschlossenenGefässen auf.

Grüne rhombische Krystalle, hygroskopisch, leicht löslich in Wasser und auch inAlkohol. Die wässerige Lösung ist schön grün, bei starker Verdünnung blau. Es wirdetwas über 100° C. wasserfrei und geht in das braune, wasserfreie Salz CuClj über. DurchEinwirkung von metallischem Kupfer wird das Cuprichlorid zu Cuprochlorid vedncirt(s. S. 992).

Hanrtb. cl pharm. Praxis. I. 63